Poetry-Slammer Reichelt begeistert mit Wortwitz, Open-Air-Battles und seiner eigenen Late-Night-Show.
Wenn Kevin Reichelt auf die Donaubühne oder ins Altstadttheater lädt, sind die Plätze schnell gefüllt. Denn sein Publikum weiß, dass es sich auf besondere Leckerbissen voller Wortwitz und Sprachakrobatik freuen darf.
Der Redakteur des Klinikums Ingolstadt kennt die Bühne inzwischen bestens. Schon während seiner Schulzeit schrieb er kurze und sehr persönliche Texte. Irgendwann wurde er ermuntert, diese auch vor Publikum vorzutragen.
Rückblickend bezeichnet Kevin seinen ersten Bühnenauftritt 2010 als „grausam“: Der damals 18-Jährige schaute nur auf den Boden, sprach zu leise und nuschelte. Doch schon beim zweiten Auftritt lief es deutlich besser. Seitdem ist er der Bühne treu geblieben – und überrascht damit viele, die ihn seit seiner Jugend als schüchtern kennen. Aber auf der Bühne fühlt er sich sehr wohl.
Bereits 2013 übernahm er die Organisation der Slam-Veranstaltungen im Maki. Nach dessen Schließung wechselte das Format ins Diagonal, wo er bis vor zwei Jahren regelmäßig mit anderen Slammern auftrat.
Seit 2017 verwirklicht er auf der Donaubühne seinen Traum vom Open-Air-Slam-Battle. Die wohl schönste Freilichtlocation Ingolstadts hat er damit inzwischen zum achten Mal erfolgreich gefüllt.
Dank seiner langjährigen Erfahrung kennt er viele Wortkünstler persönlich. Sie folgen seiner Einladung gerne nach Ingolstadt und sind vom besonderen Ambiente an der Donau so begeistert, dass viele immer wieder gerne zurückkehren.
Ebenso gerne kommen seine Gäste zu seiner „Großen Kevin-Reichelt-Show“, die er als Slammer und Moderator im Altstadttheater erfolgreich etabliert hat. Er liebt sein „buntes Wohnzimmerprogramm“, das Comedy, Live-Musik, Talk, Quiz und Poetry Slam in intimer Atmosphäre verbindet und auch das Publikum einbezieht. Das Format, das etwa alle zwei Monate stattfindet, gibt ihm große Freiheit. Jeder Abend ist für den Perfektionisten eine neue Herausforderung, denn kein Programm wird je wiederholt – egal, wie erfolgreich es war.
Kevin Reichelt freut sich, mit seinen Veranstaltungen Teil der vielfältigen Ingolstädter Kulturszene zu sein, in der sich viele Akteure kennen und gegenseitig unterstützen. Er hofft, dass die Menschen in Ingolstadt erkennen und schätzen, was ihnen kulturell alles geboten wird. Denn nur durch ihr Interesse und ihre rege Teilnahme kann die Kulturszene auch in finanziell schwierigen Zeiten erhalten und gemeinsam getragen werden. (HaGa)
