120 Einsatzkräfte im Großeinsatz: Feuerwehr übt Ernstfall bei Gerolfing

Rauch in einer Lagerhalle, zwölf vermisste Personen und ein Feuer, das auf ein benachbartes Gebäude überzugreifen droht: Mit diesem anspruchsvollen Szenario waren die Einsatzkräfte bei einer groß angelegten Feuerwehrübung am Samstag zwischen Gerolfing und Dünzlau konfrontiert. Rund 120 Einsatzkräfte trainierten dabei unter realitätsnahen Bedingungen die Menschenrettung, die Brandbekämpfung und das Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren und Organisationen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Lagerhalle in Brand. Das Feuer drohte auf eine benachbarte Halle überzugreifen. Insgesamt zwölf Personen mussten aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Dabei kamen sowohl Übungspuppen als auch Jugendfeuerwehrler aus Gerolfing zum Einsatz. Mehrere Personen waren zusätzlich eingeklemmt, sodass neben der Menschenrettung auch technische Rettungsmaßnahmen erforderlich waren. Atemschutztrupps durchsuchten die betroffenen Bereiche und brachten die Personen ins Freie.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung zwischen Dünzlau und Gerolfing dar. Da die benötigte Wassermenge nicht unmittelbar an der Einsatzstelle zur Verfügung stand, musste von der etwas weiter entfernten Schutter eine lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle verlegt werden.

Auch moderne Technik kam zum Einsatz: Das THW Ingolstadt stellte mit einer Drohne fortlaufend Luftbilder der Einsatzstelle bereit. Mithilfe von Wärmebildkameras konnten zusätzliche Informationen aus der Luft gewonnen werden. Die Aufnahmen wurden direkt in die Einsatzleitung übertragen und unterstützten die Lagebeurteilung sowie die taktischen Entscheidungen vor Ort.

Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) übernahm die Lagedokumentation und unterstützte die Einsatzleitung bei ihren Führungsaufgaben.

An der Übung beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Gerolfing, Dünzlau, Stützpunkt West, Friedrichshofen, Haunwöhr, Hundszell, Etting und Stadtmitte sowie die Berufsfeuerwehr Ingolstadt mit dienstfreien Kräften. Ergänzt wurde das Übungsgeschehen durch ein Team aus Übungsbeobachtern und Mitarbeiter des Fachbereichs Ausbildung der Berufsfeuerwehr. Sie begleiteten den Ablauf und unterstützten die anschließende Auswertung, um wichtige Erkenntnisse für die weitere Ausbildung zu gewinnen.

Zum Abschluss der Übung dankte der Leitende Branddirektor Josef Huber allen beteiligten Einsatzkräften und Übungshelfern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt dem Eigentümer des landwirtschaftlichen Anwesens, der seinen Hof für dieses realitätsnahe Übungsszenario zur Verfügung gestellt hatte. Auch er bedankte sich in der Abschlussrunde ausdrücklich für die Durchführung der Übung auf seinem Anwesen.

Pressemitteilung: Berufsfeuerwehr Ingolstadt

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