Sanierung der Schillerbrücke verläuft nach Plan

Umfangreiche Arbeiten unterhalb, im Inneren und auf der Brücke 

Die Sanierung der Schillerbrücke liegt im Zeitplan. Die 1964 errichtete Brücke ist eine von drei städtischen Straßenbrücken über die Donau und zählt mit rund 32.000 Fahrzeugen täglich zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen Ingolstadts. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten, sodass die Schillerbrücke während der gesamten Bauzeit grundsätzlich befahrbar bleibt. Die abschnittsweise Umsetzung ermöglicht es, die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig ist die umfassende Instandsetzung erforderlich, um die Brücke langfristig zu erhalten und die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Neben umfangreichen Betoninstandsetzungen werden unter anderem die Brückenlager, die Fahrbahnübergänge, die Abdichtung sowie die Brückenkappen und Schutzeinrichtungen erneuert. Ein Großteil der Brückenlager wurde bereits ausgetauscht. Da viele Arbeiten im Inneren oder unterhalb der Brücke stattfanden, blieben sie für Verkehrsteilnehmer weitgehend unsichtbar.

Eine zentrale Rolle spielt bei der Sanierung die Abdichtung. Sie schützt die Betonkonstruktion vor eindringendem Wasser und Streusalz und trägt damit entscheidend zur Langlebigkeit des Bauwerks bei.

Der Überbau der Schillerbrücke besteht aus zwei großen, innen hohlen Betonträgern, sogenannten Hohlkästen. Diese sind durch eine gemeinsame Fahrbahnplatte miteinander verbunden. Im aktuellen ersten Bauabschnitt wurden umfangreiche Arbeiten im Inneren des betroffenen Hohlkastens sowie an der Unterseite der Brücke ausgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erneuerung der Brückenlager. Sie befinden sich zwischen Überbau und Unterbau, übertragen die Lasten der Brücke und ermöglichen zugleich die notwendigen Bewegungen der Konstruktion, etwa bei Temperaturschwankungen. Von insgesamt 20 Lagern wurden bislang bereits 16 ersetzt. Die verbleibenden vier Lager an den Flusspfeilern sollen im Jahr 2027 erneuert werden. Für den Austausch musste der Brückenüberbau mithilfe hydraulischer Pressen kontrolliert leicht angehoben werden.

Auch die neuen Fahrbahnübergänge an den Brückenenden sind bereits eingebaut. Die noch ausstehenden Anschluss- und Betonarbeiten werden im weiteren Bauverlauf abgeschlossen.

Im ersten Bauabschnitt stehen nun noch abschließende Betoninstandsetzungen sowie die Fertigstellung der Fahrbahnübergänge an. Anschließend beziehungsweise teilweise parallel dazu erfolgen die Vorbereitung der Fahrbahnplatte, der Einbau der neuen Abdichtung und die Herstellung der Asphaltschichten.

Zudem werden die seitlichen Geh- und Radwege einschließlich der zugehörigen Betonbauteile fertiggestellt. Auch Geländer, Beleuchtung und weitere Ausstattungen werden erneuert beziehungsweise ergänzt. Bereits im ersten Bauabschnitt konnten zudem Leistungen umgesetzt werden, die dem Gesamtprojekt zugutekommen. Dazu gehören insbesondere die Baustelleneinrichtung sowie der bereits erfolgte Austausch eines Großteils der Brückenlager.

Verkehrsführung 

Der Verkehr wird derzeit über den zweiten Brückenabschnitt geführt. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts, voraussichtlich Mitte des zweiten Quartals 2027, soll die Verkehrsführung umgestellt werden. Anschließend können die Arbeiten auf der gegenüberliegenden Brückenseite beginnen.

Fertigstellung im Herbst 2027 geplant

Nach aktuellem Stand soll die gesamte Sanierungsmaßnahme im Herbst 2027 abgeschlossen werden.
Bei der Instandsetzung eines mehr als 60 Jahre alten Bauwerks können jedoch jederzeit zusätzliche Schäden oder neue Erkenntnisse zum Zustand einzelner Bauteile auftreten. Auch Witterungseinflüsse sowie Verzögerungen bei Materiallieferungen können Auswirkungen auf den Bauablauf haben.
Der vom Stadtrat genehmigte Kostenrahmen liegt bei rund sechs Millionen Euro. Nach derzeitiger Prognose werden die Gesamtkosten voraussichtlich bei etwa fünf Millionen Euro liegen. 

Pressestelle Stadt Ingolstadt/Foto: Gooss

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