Ein Leben zwischen Heroinsucht und sportlichen Höchstleistungen: Beim 11. Ingolstädter Männertag am 23. November erzählt der ehemalige Spitzentriathlet Andreas Niedrig von seinem außergewöhnlichen Lebensweg. Der Eintritt ist frei.
Vom heroinabhängigen Jugendlichen zum erfolgreichen Ironman-Triathleten: Andreas Niedrig hat eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Am Montag, 23. November, kommt der ehemalige Spitzensportler zum 11. Ingolstädter Männertag. Ab 18 Uhr berichtet er im Kino der Volkshochschule Ingolstadt über seinen Kampf gegen die Sucht, persönliche Krisen und seinen Weg zurück ins Leben. Organisiert wird die Veranstaltung von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ingolstadt, Anja Assenbaum.
Vom Heroinabhängigen zum Ironman
Andreas Niedrig galt bereits in jungen Jahren als talentierter Schwimmer. Doch seine Heroinabhängigkeit brachte ihn in eine lebensbedrohliche Situation. Ihm gelang der Ausstieg aus der Sucht und schließlich die Rückkehr zum Leistungssport. Ende der 1990er-Jahre schaffte er den Sprung an die internationale Triathlonspitze.
Niedrig erreichte mehrere Podiumsplätze beim Ironman Europe in Roth und belegte beim Ironman auf Hawaii den siebten Platz. Seine Geschichte veröffentlichte er im Buch „Vom Junkie zum Ironman“, das 2008 unter dem Titel „Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ verfilmt wurde.
Auch heute verfolgt der ehemalige Spitzensportler ehrgeizige Ziele. Wie Anja Assenbaum berichtet, hat sich Niedrig für einen Ironman-Wettkampf im Oman Anfang Dezember angemeldet. Sein großer Wunsch sei es, noch einmal bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii anzutreten – gemeinsam mit seinem Sohn, der inzwischen ebenfalls Triathlon betreibt.
Assenbaum kennt Niedrig bereits seit vielen Jahren aus ihrer Zeit im Landkreis Roth, wo sie selbst in die Organisation von Triathlonveranstaltungen eingebunden war. Nach mehreren Anläufen sei es nun gelungen, den Sportler für einen Auftritt in Ingolstadt zu gewinnen.
Männergesundheit: Hilfe suchen statt schweigen
Der November steht mit dem Weltmännertag am 3. November, dem Internationalen Männertag am 19. November und der weltweiten Movember-Bewegung besonders im Zeichen der Männergesundheit. Während Movember unter anderem auf Prostata- und Hodenkrebs sowie psychische Gesundheit und Suizidprävention aufmerksam macht, greift der Internationale Männertag auch gesellschaftliche Rollenbilder und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf.
Mit dem 11. Ingolstädter Männertag möchte die Gleichstellungsbeauftragte Anja Assenbaum insbesondere die körperliche und psychische Gesundheit von Männern in den Mittelpunkt rücken.
Gerade Männern fällt es häufig schwer, über Ängste, gesundheitliche Probleme oder psychische Belastungen zu sprechen. Traditionelle Rollenbilder und der Anspruch, stets stark sein zu müssen, können dazu beitragen, dass Betroffene erst spät Unterstützung suchen.
Deshalb sind bei der Veranstaltung verschiedene regionale Beratungsstellen vertreten. Dazu gehören nach Angaben der Organisatoren der Steuerungsverbund Psychische Gesundheit, die Suchtberatungsstelle der Caritas und der Krisendienst. Eine Beteiligung der Selbsthilfe-Kontaktstelle sowie einzelner Selbsthilfegruppen ist ebenfalls vorgesehen.
Besucher können sich direkt über Hilfsangebote informieren und mit Ansprechpartnern ins Gespräch kommen. Auch ein persönlicher Austausch mit Andreas Niedrig ist möglich. Die Buchhandlung Stiebert begleitet den Abend mit einem Büchertisch.
Eintritt frei – Anmeldung über die VHS
Der 11. Ingolstädter Männertag findet am Montag, 23. November, um 18 Uhr im Kino der Volkshochschule Ingolstadt statt. Die Veranstaltung wird vom Triathlon Ingolstadt finanziell unterstützt und ist für alle Besucher kostenlos.
Die Anmeldung erfolgt online über die Volkshochschule unter www.vhs-in-ei.de mit der Kursnummer AX50-001.
Obwohl die Veranstaltung anlässlich des Männertags stattfindet, sind ausdrücklich Menschen aller Geschlechter eingeladen.
