Innovationspreis Bayern 2026 geht nach Ingolstadt

Bei der Verleihung des Innovationspreises (v. l.): THI-Präsident Walter Schober, CuNex-Gründer Sri Krishna Bhogaraju, Sophie von Schlenk, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Moderatorin Caro Matzko (Foto: Goran Gajanin/Das Kraftbild).

THI-Ausgründung CuNex ausgezeichnet

Das Ingolstädter Unternehmen CuNex erhält den Innovationspreis Bayern 2026 in der Kategorie „Wirtschaft trifft Wissenschaft“. Die Auszeichnung zeigt, wie aus Forschung an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) marktfähige Innovationen entstehen.

Die CuNex GmbH aus Ingolstadt hat den Innovationspreis Bayern 2026 in der Kategorie „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ erhalten. Das 2023 gegründete Unternehmen ist die erste Ausgründung der THI, an der sich die Hochschule auch direkt beteiligt hat. CuNex überzeugte mit seiner Technologie „Kupfersintern – Die nachhaltige Sinter-Revolution“. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte den Preis am gestrigen Montag gemeinsam mit Vertretern des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags und der bayerischen Handwerkskammern in der Pinakothek der Moderne in München.

Aiwanger betonte: „Mit etwa 160 Nominierungen beim diesjährigen Innovationspreis zeigen die Preisträger und teilnehmenden Unternehmen wieder die große Innovationsfreude der bayerischen Wirtschaft. Innovationen sind der wirtschaftliche Erfolgsmotor und sichern Bayerns Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb. Nur mit einer erfolgreichen und nachhaltigen Innovationskultur bleibt Bayern als Wirtschaftsstandort attraktiv und zukunftssicher.“

Für THI-Präsident Professor Walter Schober steht der Erfolg beispielhaft für den Wissenstransfer am Standort Ingolstadt: „Mit CuNex sehen wir, wie aus einer Idee an der THI eine erfolgreiche Innovation für den Mittelstand wird. Genau das wollen wir erreichen: Forschung, die in der Praxis etwas bewegt. Dafür braucht es Menschen mit Unternehmergeist und ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft.“

Von der Forschung in die Anwendung

CuNex-Gründer Sri Krishna Bhogaraju studierte an der THI und promovierte dort über Kupfersinterpasten. Seine Technologie nutzt Kupfer anstelle des üblicherweise verwendeten Silbers als Verbindungsmaterial in der Leistungselektronik. Das Material ist kostengünstiger, weist einen geringeren CO₂-Fußabdruck auf und eignet sich für vielfältige Anwendungen, etwa in KI-Rechenzentren.

Das wirtschaftliche Potenzial erkannte Bhogaraju früh im Austausch mit der Industrie. „Da habe ich gemerkt: Das interessiert nicht nur uns in der Forschung. Dafür gibt es einen echten Bedarf“, erinnert er sich. Mit Unterstützung des Start-up Centers der THI entwickelte er ein Geschäftskonzept. Drei Patente bilden die technologische Grundlage von CuNex. Mit der Schlenk SE hat das Start-up inzwischen einen etablierten Partner aus dem bayerischen Mittelstand gewonnen.

Fünf Unternehmen ausgezeichnet

Der Innovationspreis Bayern wird seit 2012 alle zwei Jahre vom Bayerischen Wirtschaftsministerium, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag und der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern verliehen. Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Deutschen Patent- und Markenamt wählte aus rund 160 Nominierungen fünf Preisträger aus.

Neben CuNex gingen die Preise an die DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA aus Windach für „Durchflussaktivierung mit DELO-ACTIVIS“ (Industrielle Innovation), die Reiser Simulation and Training GmbH aus Berg für „XR-SIM – Mixed-Reality-Multi-Crew-Flugsimulator“ (Innovatives Handwerk), die Neuramancer AI Solutions GmbH aus Rosenheim für „Deepfake Detection Software“ (Start-up) sowie die GEORG FISCHER GmbH & Co. KG aus Günzburg für „24/7-Smart Store Trailer“ (Kreative Innovation).

Foto: Bei der Verleihung des Innovationspreises (v. l.): THI-Präsident Walter Schober, CuNex-Gründer Sri Krishna Bhogaraju, Sophie von Schlenk, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Moderatorin Caro Matzko (Foto: Goran Gajanin/Das Kraftbild).

Pressemitteilung THI

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