Vermummte Eishockey-Fans bei Panther-Derby

Polizei

Am Sonntagnachmittag kam es in der DEL zum Derby zwischen dem ERC Ingolstadt und den Augsburger Panthern. Bereits während des Anmarsches der Szeneangehörigen zum Stadion vermummten sich zwei Personen, was den Verdacht eines Vergehens nach dem Versammlungsgesetz begründete. In der Folge konnte einer der beiden Tatverdächtigen noch vor dem Spiel identifiziert werden. Der junge Schweizer musste zur Sicherung des Ermittlungsverfahrens eine Sicherheitsleistung von 1.500 Euro bezahlen. 

Eine weitere tatverdächtige Person, welche nach Spielende mit einer größeren Gruppe von Szeneangehörigen vom Stadion abwanderte, wurde noch in unmittelbarer Nähe angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Hierbei wurden die Einsatzkräfte der Polizei massiv von weiteren Personen aus der Menschenmenge heraus bedrängt, so dass es zum Einsatz von unmittelbarem Zwang kam. Nachdem sich der Tatverdacht gegen die kontrollierte Person nicht erhärtete, wurde diese vor Ort entlassen und die Gruppe setzte sich unter Begleitung von Polizeikräften Richtung Innenstadt in Bewegung. Nach Feststellung einer weiteren tatverdächtigen Person wurde zu deren Kontrolle die Fangruppierung in Rathausnähe angehalten. Auf Grund des zuvor gezeigten unkooperativen Verhaltens der Gruppe wurde im Weiteren mit kommunikativen Mitteln auf diese eingewirkt. Der Tatverdächtige begab sich schließlich zur Identitätsfeststellung zu den Einsatzkräften. Auch bei ihm handelte es sich um einen Schweizer Eidgenossen. Gegen ihn wurde ebenfalls eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro erhoben.

Nach zwischenzeitlichen Erkenntnissen wurde im Rahmen der Zwangsmittelanwendung eine bis dato nicht näher bekannte Person leicht verletzt. Die Polizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft zudem, ob wegen des Einwirkens der Menschenmenge auf die Einsatzkräfte weitere Verfahren gegen Personen aus der Eishockey-Szene eingeleitet werden müssen.

Polizeiinspektion Ingolstadt

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