A9 bei Wolnzach 3,5 Stunden gesperrt – erheblicher Rückstau
Bei einem Verkehrsunfall auf der A9 in Richtung Nürnberg sind am Mittwochabend zwei Autos und ein Sattelzug kollidiert. Die Autobahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden.
Der Unfall ereignete sich am 19. August 2026 gegen 19 Uhr rund zwei Kilometer nach dem Autobahndreieck Holledau. Ein 22-Jähriger aus Osnabrück fuhr mit seinem Opel auf dem rechten der drei Fahrstreifen. Auf dem mittleren Fahrstreifen war ein 46-Jähriger aus Tschechien mit seinem Sattelzug unterwegs.
Der 22-Jährige wollte den Sattelzug überholen und wechselte dafür auf die linke Fahrspur. Gleichzeitig näherte sich von hinten ein VW-Fahrer (20) aus dem Landkreis Pfaffenhofen auf der linken Fahrspur. Der herannahende VW kollidierte mit dem vorausfahrenden Opel. Der VW geriet ins Schleudern und stieß mit dem Sattelzug auf der mittleren Spur zusammen. Daraufhin kam der VW nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb im Grünstreifen liegen. Der Opel-Fahrer prallte gegen die linke Schutzplanke und wurde von dieser zurückgeschleudert. Er kam schließlich auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der Sattelzugfahrer konnte sein Fahrzeug an der nächstgelegenen Nothaltebucht zum Stillstand bringen.
Zwei Pkw-Fahrer leicht verletzt
Aufgrund der ersten Unfallmeldung wurde unter anderem ein Rettungshubschrauber zur Unfallstelle alarmiert. Die beiden Pkw-Fahrer wurden mit einem Rettungswagen beziehungsweise dem Rettungshubschrauber zur weiteren medizinischen Behandlung und Abklärung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass beide Autofahrer nur leicht verletzt worden waren.
Die beiden Pkw waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt.
A9 eine Stunde komplett gesperrt
Durch die heftige Kollision liefen Betriebsstoffe aus und verteilten sich über die gesamte Fahrbahn. Die A9 musste deshalb für etwa eine Stunde vollständig gesperrt werden. Anschließend konnte zunächst der linke Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Erst nach insgesamt 3,5 Stunden war die gesamte Fahrbahn wieder vollständig befahrbar.
Infolge der Sperrung kam es zu einem erheblichen Rückstau. Die vor Ort eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren Wolnzach und Eschelbach unterstützten unter anderem bei den erforderlichen Verkehrsmaßnahmen. Gegen den 22-jährigen Opel-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.
Quelle: Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt
