Die Verkehrspolizei Ingolstadt führte am Donnerstag, den 21.05.2026 mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Eichstätt, von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr, eine Großkontrolle auf der A9 durch. Neben der Verkehrsüberwachung in der aktuell laufenden Großbaustelle zwischen Stammham und Ingolstadt lag das Augenmerk auch auf der Prüfung der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeugführer. Neben den genannten Schwerpunkten fanden weiterhin Schwerverkehrskontrollen statt und die technische Verkehrsüberwachung führte Geschwindigkeits- und Abstandsmessung durch. Unter Einsatz von Zivilfahrzeugen und uniformierten Krädern wurden zielgerichtet Verkehrsteilnehmer der Kontrollstelle an der Anschlussstelle Ingolstadt Nord zugeführt. Die Fahrzeuge und deren Insassen wurden dort einer ganzheitlichen Kontrolle unterzogen. Die Zollfahndung unterstützte mit dem Einsatz eines Gepäckscanners. Die Einsatzkräfte überprüften insgesamt 87 Fahrzeuge (darunter auch 6 Busse) und 147 Personen.
Der 26-jährige Fahrer eines Kleintransporters zeigte deutliche körperliche Anzeichen eines vorangegangenen Konsums. Ein Drogentest bestätigte den Anfangsverdacht mit einem positiven Ergebnis auf Kokain und THC. Der Konsument musste sich deshalb einer Blutentnahme unterziehen. Für die Drogenfahrt sind mindestens 500 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot fällig. Bis zur Ausnüchterung musste er sein Fahrzeug stehen lassen. Die Weiterfahrt wurde auch einem 33-jährigen Rumänen untersagt, der auf der Durchreise in Richtung Nürnberg unterwegs war und keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen konnte. Weitere Vergehen in der Kontrollstatistik lagen im Bereich des Betäubungsmittelrechts und des Anti-Doping-Gesetzes vor. In einem vollbesetzten Kleinbus führte ein 53-jähriger Insasse geringe Mengen Betäubungsmittel mit. Nach eigenen Angaben benötigt er diese zur Schmerzlinderung. Hierfür konnte er jedoch weder ein Attest noch eine Verordnung auf Rezept vorweisen. Ein 52-jähriger Türke mit Wohnsitz in Deutschland führte aus seinem Heimatland eine nicht erlaubte Menge Testosteron in Form von Ampullen zur Injektion ein. In Bezug auf den Verkehr in der Großbaustelle wurden eine Vielzahl von Verhaltensverstößen und weiterhin Verkehrsordnungswidrigkeiten aus dem Bereich des Schwerverkehrs festgestellt. Hierfür wurden entsprechende Bußgeldanzeigen erstellt. Für den 25-jährigen Fahrer eines polnischen Kleintransporters endete die Fahrt in der Kontrollstelle, da er fast 25 Prozent überladen hatte. Die technische Verkehrsüberwachung anlässlich der Großkontrolle registrierte 63 Abstandsverstöße und 196 Geschwindigkeitsüberschreitungen, wobei der Schnellste mit 127 km/h bei erlaubten 80 km/h unterwegs war. Dies wird mit einem Bußgeld von 320 Euro und einem Monat Fahrverbot geahndet.
Pressestelle Verkehrspolizei Ingolstadt
