Interkulturelle Woche unter dem Motto „dafür!“

Bei abwechslungsreichen Veranstaltungen gemeinsam Vielfalt erleben 

Die Interkulturelle Woche in Ingolstadt steht unter dem bundesweiten Motto „dafür!“ und lädt zu Begegnung, Austausch und gemeinsamem Erleben ein. Von Freitag, 25. September, bis Samstag, 3. Oktober, macht ein abwechslungsreiches Programm die kulturelle Vielfalt in Ingolstadt sichtbar. Die Angebote umfassen Musik, Tanz, Kunst, Film, Diskussionen, kulinarische Begegnungen, Aktionen für Familien, Kinder sowie Seniorinnen und Senioren und Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog. Die Interkulturelle Woche gestaltet die Integrationsbeauftragte der Stadt gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern. 

„Interkulturelle Begegnung bedeutet, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Das Motto „dafür!“ steht für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft. Ich freue mich sehr, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Ämter der Stadtverwaltung, Institutionen, Vereine und engagierte Menschen die Interkulturelle Woche mitgestalten“, berichtet Ingrid Gumplinger, Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt.

Auftakt mit Jugend, Musik und Begegnung
Den Auftakt am Freitag, 25. September, bildet von 13 bis 17 Uhr der Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Gleichzeitig wird der neue Jugendtreff an der Marie-Luise-Fleißer-Mittelschule eröffnet. Junge und junggebliebene Ingolstädterinnen und Ingolstädter sind eingeladen, die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kennenzulernen und gleichzeitig den neuen Treff in Augenschein zu nehmen. 

Musikalisch geht es am Nachmittag von 15.30 bis 16.30 Uhr weiter: Bei Ba?lama und Drumcircle in der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule können Interessierte selbst aktiv werden und verschiedene Instrumente ausprobieren. 

Am Abend sowie am Wochenende finden Gesprächsrunden des Italclub sowie ein Spieleabend mit Spazio Italia im Bürgerhaus Neuburger Kasten statt. Zudem wird im Stadtteiltreff Konradviertel interkulturell gepuzzelt und im Bürgerhaus Alte Post indisch getanzt. 

Austausch über Kulturen, Freundschaft und Zusammenleben
Am Montag, 28. September, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung. Der Seniorensingkreis Augustika lädt zum gemeinsamen Singen in unterschiedlichen Sprachen ein. Bei der internationalen Diskussionsrunde für Frauen steht die Frage „Was bedeutet Freundschaft in verschiedenen Kulturen?“ im Mittelpunkt.
Das Café International bietet Raum für Austausch und Begegnung für Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund. Auch die jüngsten Besucherinnen und Besucher kommen auf ihre Kosten: In der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule können Kinder bayerische und alpenländische Volksmusik, Tänze und Bräuche kennenlernen.

Der Dienstag, 29. September, beginnt mit einem Frühstück der Kulturen im Stadtteiltreff Augustinviertel. Unter dem Motto „Unterschiedliche Wurzeln, ein gemeinsamer Tisch“ kommen Menschen bei einem gemeinsamen Frühstück miteinander ins Gespräch.
Am Nachmittag laden das Projekt „Lebenswirklichkeit in Bayern“ und INVIA Bayern zu einem interkulturellen Frauennachmittag ein. Bei Kaffee und Nachspeisen aus verschiedenen Ländern geht es um Begegnung und Kennenlernen. Parallel dazu können Interessierte bei EJSA bei Ebru-Kunst, Steinmalerei und Serviettentechnik kreativ werden.

Am Abend wird um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ im Kinosaal der Volkshochschule, Hallstraße 5 gezeigt. Der Film begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer und greift die Themen Flucht, Kinderrechte, Migration sowie gesellschaftliche Verantwortung auf. Im Anschluss an den Film findet eine Fragerunde statt. Begleitend dazu wird die Ausstellung „Kinderrechte an den EU-Außengrenzen – junge Stimmen über Flucht und Hoffnung“ von terre des hommes zusehen sein.

Ein Höhepunkt ist am Mittwoch, 30. September der Abend des Tanzes in der Volkshochschule von 17.30 Uhr bis 20 Uhr. Verschiedene internationale und einheimische Gruppen und Vereine präsentieren Tänze aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen (u.a. Mexiko, Türkei, Afghanistan, Indien, Ukraine und Deutschland) und laden das Publikum zum Mitmachen ein.

Musik und Sprache verbindet die Aktionen am Donnerstag. Beim Rumänischen Nachmittag des Café Luna können Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Sprache und Kultur einer Nation in der Kantine des Sozialen Rathauses erkunden, in der in Osteuropa, umringt von slawischen Ländern, eine Sprache gesprochen wird, die zu über 70 Prozent direkt vom Lateinischen abstammt. 

Lange Nacht der Demokratie
Der Freitag, 2. Oktober, verbindet Angebote für Familien und Sprachlernende mit einem besonderen demokratischen Höhepunkt: Bei der Langen Nacht der Demokratie wird ab 18 Uhr an vier Standorten in Ingolstadt die Demokratie gefeiert.
In der Fronte79, der Volkshochschule, der Stadtbücherei und der Galerie am Stadttheater erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit Aktions- und Informationsständen, Musik, Theater, Kabarett und Workshops.

Tag der offenen Moschee zum Abschluss
Am Samstag, 3. Oktober, endet die Interkulturelle Woche mit den Moscheeführungen in Ingolstadt. Mehrere muslimische Gemeinden öffnen ihre Türen und geben Interessierten Einblicke in den muslimischen Glauben und das Gemeindeleben. Führungen, Gespräche und Begegnungen bieten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In der Kocatepe Moschee findet darüber hinaus eine eigene Führung in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten statt.

Ausstellungen während der Interkulturellen Woche
Auch über die einzelnen Veranstaltungen hinaus gibt es während der Interkulturellen Woche verschiedene Ausstellungen zu entdecken. Die Stadtbücherei im Herzogskasten präsentiert vom 25. September bis 2. Oktober eine interkulturelle Medienausstellung mit Büchern und Medien in verschiedenen Sprachen sowie Literatur zu Kulturen, Religionen, Ländern und Nationalitäten.

Im Foyer des Neuen Rathauses ist die Ausstellung „Die berühmten Frauen der Banknoten“ von Maria Odilia Ostertag-Allwicher zu sehen. Die Künstlerin widmet sich Frauen, deren Porträts auf aktuellen und historischen Banknoten zu finden sind, und erzählt ihre Geschichten.

Die Wanderausstellung „Kinderrechte an den EU-Außengrenzen – junge Stimmen über Flucht und Hoffnung“ von terre des hommes beschäftigt sich mit den Lebensrealitäten junger Geflüchteter und lädt zur Auseinandersetzung mit Kinderrechten, Flucht und gesellschaftlicher Verantwortung ein.

Einladung an alle Ingolstädterinnen und Ingolstädter
Die Interkulturelle Woche richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger Ingolstadts – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache oder Religion. Das vielfältige Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, Neues kennenzulernen, selbst aktiv zu werden, miteinander ins Gespräch zu kommen und die kulturelle Vielfalt Ingolstadts zu erleben.
„dafür!“ – das ist die Einladung, sich einzubringen, Begegnungen zu ermöglichen und gemeinsam für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft einzustehen.

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 jährlich Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt.

Alle Veranstaltungen, Informationen zu Veranstaltungsorten und Uhrzeiten sowie Hinweise zur Anmeldung sind im Flyer zur Interkulturellen Woche 2026 und auf der städtischen Internetseite www.ingolstadt.de/interkulturelle-woche zu finden.

Pressestelle Stadt Ingolstadt

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