Morgen beginnt das Bürgerfest – doch schon beim Aufbau zeigt sich: Auf öffentlichen Raum verzichtet nicht jeder freiwillig.
Die Ingolstädter Innenstadt macht sich bereit fürs Bürgerfest. Bühnen, Stände und Technik brauchen Platz. Deshalb sind zahlreiche öffentliche Parkplätze gesperrt, auch Fahrradständer müssen vorübergehend frei bleiben.
Eigentlich eine klare Sache – Eigentlich.
Denn Absperrungen und Schilder scheinen für manche eher Verhandlungssache zu sein. Da wird trotzdem geparkt, das Fahrrad trotzdem abgestellt – und wenn der Ordnungsdienst darauf hinweist, dass das gerade nicht geht, wird teilweise ausgiebig diskutiert und mitunter auch ungehalten reagiert.



Fast könnte man meinen, mit dem Abstellen eines Autos erwerbe man kurzfristig ein kleines Grundstück in der Innenstadt.
Die ersten Verwarnungen werden inzwischen ebenfalls verteilt. Offenbar lässt sich ein Halteverbot dann doch nicht wegdiskutieren.
Dabei ist die Sache ziemlich einfach: Öffentlicher Raum ist öffentlicher Raum. Und manchmal wird er eben für etwas anderes gebraucht.
Morgen gehört er für ein Wochenende dem Bürgerfest.
Und wer die Schilder bis dahin konsequent übersieht, hat möglicherweise schon vor dem Fest sein erstes Andenken.

