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Schockanruf in Ingolstadt: 80-Jährige um Bargeld und Münzen gebracht

Eine 80-jährige Ingolstädterin ist am Dienstagabend Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Betrüger gaben sich als Personen aus dem Umfeld ihres Sohnes aus und erbeuteten Bargeld und Wertmünzen im mittleren vierstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen.

Die Frau aus dem Konradviertel erhielt am Abend einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Mehrere Personen erklärten ihr am Telefon, ihr Sohn liege im Krankenhaus und habe eine Krebsdiagnose erhalten. Für Medikamente werde dringend Geld benötigt.

In ihrer Sorge bereitete die 80-Jährige Bargeld und Wertgegenstände zur Übergabe vor. Kurz darauf erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnungstür und nahm die Wertsachen entgegen. Anschließend flüchtete er mit einem hellen Fahrzeug. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos.

Der Abholer wird als etwa 30 Jahre alt, rund 1,65 Meter groß und kräftig beschrieben. Er soll ein west- beziehungsweise nordeuropäisches Erscheinungsbild gehabt und Hochdeutsch gesprochen haben. Zum Tatzeitpunkt trug er eine dunkle Cap und dunkle Oberbekleidung.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet Zeugen, die am Dienstagabend im Bereich des Konradviertels verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 0841/9343-0 zu melden.

Polizei warnt vor Schockanrufen

Die Kriminalpolizei rät, bei überraschenden Anrufen mit angeblichen Notlagen besonders misstrauisch zu sein. Gespräche sollten im Zweifel beendet und keine persönlichen Informationen preisgegeben werden. Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden.

Auch Angehörige sollten über die Betrugsmasche informiert werden. Wer unsicher ist, sollte selbstständig über eine bekannte Telefonnummer Kontakt mit dem vermeintlich betroffenen Angehörigen aufnehmen. In dringenden Fällen gilt die 110.

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