Das Theater am Glacis wird neue große Spielstätte des Stadttheaters Ingolstadt
Neue Spielstätte, neue Perspektiven, vertraute Leidenschaft: In der Spielzeit 2026/27 heißt es am Stadttheater Ingolstadt: „Pack ma’s!“ Denn ab sofort gilt: Holz statt Beton. Das wunderbare Holztheater – das Theater am Glacis – wird auf unbestimmte Zeit zur großen Spielstätte des Stadttheaters Ingolstadt.
Der Wechsel in die Interimsspielstätte ist für das Theater ein besonderer Schritt und bringt Veränderungen, neue Möglichkeiten und so manche Herausforderung mit sich. Eines aber bleibt unverändert: die Lust auf Theater und ein abwechslungsreiches Programm für das Publikum.
„Pack ma’s!“ – gemeinsam in die neue Spielzeit
Den Auftakt macht am Sonntag, 27. September, um 11 Uhr die Veranstaltung „Pack ma’s“ im Theater am Glacis. Die künstlerische Leitung lädt das Publikum zu einer Matinee ein, um gemeinsam in die neue Saison zu starten. Dabei geht es um die Pläne für die kommende Spielzeit, aber auch um die ganz praktischen und künstlerischen Fragen, die ein Umzug für ein Theater mit sich bringt: Was bedeutet es, eine neue Spielstätte zu beziehen? Was verändert sich hinter und auf der Bühne? Und welche Chancen eröffnet das neue Haus?
Musikalisch begleitet wird die Matinee von „Die Streicher und der Mike“. Durch das Gespräch führt die Kulturjournalistin Anne Fritsch.
Zudem stehen zu Beginn der Spielzeit zwei Wiederaufnahmen auf dem Programm.
„The Party“ kehrt zurück
Ab 2. Oktober ist „The Party“ im Kleinen Haus zu sehen. In Sally Potters rasanter Satire nach dem gleichnamigen Film treffen Wortwitz und schwarzer Humor auf die großen gesellschaftlichen Debatten unserer Zeit. Bankenkrisen, Demokratie, das Gesundheitssystem, moderne Familienmodelle und der Feminismus – nichts bleibt von Potters bissigem Blick verschont. Eine Komödie über eine Generation, deren politische Überzeugungen plötzlich gehörig ins Wanken geraten.
„Die Zauberflöte“ im Theater am Glacis
Ab 9. Oktober kehrt „Die Zauberflöte – The Opera but not the Opera“ zurück. Neu ist nur die Spielstätte – jetzt im Theater am Glacis. Nils Strunk und Lukas Schrenk haben Mozarts berühmtes Werk mit Popmusik-Referenzen, Ironie und jeder Menge Spielfreude neu aufgeladen. Die bekannten Arien bleiben erhalten, erscheinen allerdings immer wieder in überraschend neuem Gewand. Das Ergebnis ist eine ebenso liebevolle wie freche Hommage an Mozart und eine temporeiche Modernisierung des Librettos – ein großer Spaß für Opernneulinge und Mozartfans gleichermaßen.
Junges Theater: Neue Spielorte für junges Publikum
Auch das Junge Theater (JT) startet in die neue Spielzeit – allerdings unter besonderen Vorzeichen. Die bisherige Spielstätte, die Werkstattbühne im Hämer-Burobau, wurde mit der vergangenen Spielzeit geschlossen. Solange keine neue Spielstätte gefunden ist, zieht das Junge Theater deshalb in die Spielstätten des Abendspielplans.
Den Auftakt macht am 3. Oktober im Studio im Herzogskasten die erste Premiere der neuen Spielzeit: „Der Bär, der nicht da war“ (ab 5 Jahren) nach dem Bilderbuch von Oren Lavie und Wolf Erlbruch, Deutsch von Harry Rowohlt.
Mit viel Witz, Wärme und Fantasie erzählt „Der Bär, der nicht da war“ von der Suche nach Identität – und von der Freude, sich selbst zu begegnen. Eine philosophische Geschichte für kleine und große Zuschauer.
Am 9. Oktober wird für die jüngsten Theaterbesucher „Das kleine Gespenst“ (ab 3 Jahren) von Otfried Preußler wiederaufgenommen.
Das kleine Gespenst ist alles andere als ein unheimliches Nachtwesen. Es ist verspielt, abenteuerlustig und immer für einen Streich zu haben. Seine Missgeschicke sorgen für viel Humor und nehmen den kleinen Zuschauern ganz nebenbei die Angst vor Gespenstern und Spukgestalten.
Die Spielzeit 2026/27 steht damit ganz im Zeichen des Aufbruchs. Ein neues großes Haus auf Zeit, neue Wege für das Junge Theater und zugleich die Rückkehr an vertraute Spielorte: Das Stadttheater Ingolstadt bleibt in Bewegung.
„Pack ma’s!“ ist deshalb mehr als nur der Titel zum Spielzeitauftakt. Es ist eine Einladung an das Publikum, diesen neuen Abschnitt gemeinsam mit dem Theater zu beginnen.
Foto Ritchie Herbert
Pressestelle Stadttheater Ingolstadt

