Neue Hinweise auf der Münchener Straße sollen Radfahrer auf die Gefahren des Fahrens in falscher Richtung aufmerksam machen.
Wer auf dem Radweg in die falsche Richtung fährt, bringt sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Mit einer gemeinsamen Schwerpunktaktion haben Polizei und Stadt Ingolstadt am Mittwoch gegen das sogenannte Geisterradeln vorgegangen.
An mehreren Stellen entlang der Münchener Straße wurden auffällige Hinweise auf den Radwegen angebracht. Sie sollen Radfahrer darauf aufmerksam machen, dass sie den jeweiligen Radweg nur in der vorgeschriebenen Richtung benutzen dürfen. Die Markierungen befinden sich unter anderem an der Einmündung zur Weningstraße sowie an der Kreuzung Windbergerstraße/Apianstraße/Münchener Straße.
Parallel dazu führte die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt Kontrollen durch. In zahlreichen Fällen blieb es bei Aufklärungsgesprächen und Hinweisen auf die Gefahren des Geisterradelns. Je nach Situation wurden auch gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Zusätzlich überprüften die Beamten die Fahrräder auf mögliche Diebstahlsdelikte.
„Viele Radfahrer wählen den scheinbar kürzeren Weg und fahren auf der falschen Straßenseite. Dabei wird häufig unterschätzt, welche Gefahren dadurch entstehen“, erklärt Theresa Schneider, Fahrradbeauftragte der Stadt Ingolstadt. Autofahrer würden an Kreuzungen häufig nicht mit Radfahrern aus der falschen Richtung rechnen.
Wie wichtig das Thema ist, zeigt auch die Unfallentwicklung: 2025 registrierte die Polizei in Ingolstadt insgesamt 451 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern.
Was gilt beim Radfahren?
Grundsätzlich müssen Radfahrer den Radweg auf der rechten Straßenseite benutzen. Eine Fahrt entgegen der Fahrtrichtung ist nur erlaubt, wenn dies durch entsprechende Verkehrszeichen ausdrücklich freigegeben ist.
Mit Kontrollen, Prävention und den neuen Hinweisen wollen Stadt und Polizei das Bewusstsein für die Gefahren des Geisterradelns stärken und Unfälle verhindern.
Quelle Stadt Ingolstadt
