EU-Förderung für „Civic Twin Lab“

Ingolstadt startet Entwicklung eines digitalen Stadtzwillings 

Die Stadt Ingolstadt hat für das Projekt „Civic Twin Lab“ eine Förderzusage aus einem EU-Förderprogramm erhalten. Der offizielle Projektstart im Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation war am Montag, 31. August. 
Gemeinsam mit dem Projektpartner baral Geohaus-Consulting AG und der Stadt Zagreb entwickelt die Stadt Ingolstadt ein Konzept für einen sogenannten Civic Twin (Stadtzwilling), also ein digitales Abbild urbaner Strukturen und Entwicklungen. Ziel ist es, Daten aus verschiedenen Bereichen intelligent miteinander zu verknüpfen und für Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung besser nutzbar zu machen. 

Beide Städte arbeiten an vergleichbaren Fragestellungen und tauschen sich zu Anforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätzen aus. Dabei entstehen unabhängige Lösungen, die sich an den jeweiligen lokalen Bedürfnissen orientieren. 
Gleichzeitig soll darauf geachtet werden, nachhaltige und übertragbare Konzepte zu entwickeln, die künftig auch anderen europäischen Kommunen als Orientierung dienen können. 
Die ersten Anwendungsfälle konzentrieren sich auf die Bereiche Statistik, Klimaresilienz und urbane Resilienz. Geplant sind unter anderem verschiedene Visualisierungen von Open Data und öffentlich zugängliche Dashboards, die statistische Kennzahlen und Entwicklungen verständlich aufbereiten. Interessierte erhalten dadurch einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Informationen über ihre Stadt und aktuelle Herausforderungen.

Eine wichtige Grundlage für die Entwicklung bilden das im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) entwickelte Designkonzept sowie die hohe Beteiligung beim „Stadt.Daten.Dialog“ am 30. Juni. Die zahlreichen Rückmeldungen aus Bürgerschaft und Verwaltung haben gezeigt, wie groß das Interesse an digitalen Lösungen und einer besseren Nutzung vorhandener Daten ist.
Kathleen Michl, Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation: „Für mich ist wichtig, dass wir die Chance dieser EU-Förderung bestmöglich nutzen. Wir erfassen bereits heute in vielen Bereichen wertvolle Daten, diese sollten nachhaltig genutzt werden und nicht in einzelnen Datensilos verharren. 
Der Civic Twin ist ein wichtiger Baustein, um Wissen besser zu vernetzen, fundiertere Entscheidungen zu ermöglichen und die digitale Weiterentwicklung unserer Stadt aktiv mitzugestalten. Was wäre, wenn die Antwort auf komplexe Fragen der Stadtentwicklung bereits in den Daten steckt und wir sie nur gemeinsam sichtbar machen müssten?“ 

Pressestelle Stadt Ingolstadt

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