Ein Sarg voller Leben: Kunstwerk für den guten Zweck zu verkaufen

Was bleibt von einem Menschen? Erinnerungen, Geschichten – und manchmal ein ganz persönlicher Gedanke, den man anderen mit auf den Weg gibt.

Am 21. Mai 2026 wurde die Kirche St. Pius in Ingolstadt zum Ort einer außergewöhnlichen Begegnung mit dem Tod – und zugleich mit dem Leben. Bei einer besonderen Lesung sprach Frollein Tod, Judith Brauneis, Autorin, Präparatorin und Trauerbegleiterin, auf einfühlsame, offene und manchmal auch überraschend leichte Weise über Tod, Trauer und Abschied. Sie nahm den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern die Scheu vor einem Thema, über das wir häufig lieber schweigen, und lud dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderes Zeichen setzte dabei eine kreative Mitmachaktion der Trauer Hilfe Denk: Ein zur Verfügung gestellter Sarg wurde nicht nur zum Symbol des Abschieds, sondern zur Leinwand für ganz persönliche Gedanken. Während der Veranstaltung konnten die Gäste ihn mit Farben, Bildern, Worten und Botschaften kreativ und individuell gestalten. Viele machten mit – spontan, berührend und nachdenklich.

So entstand aus einem Gegenstand, der normalerweise für das Ende eines Lebens steht, etwas ganz anderes: ein einzigartiges Kunstwerk voller Farbe, Erinnerungen und persönlicher Geschichten. 

Nun soll dieses besondere Unikat noch einmal etwas bewegen:

Der kunstvoll bemalte Sarg steht bei der Trauer Hilfe Denk in Ingolstadt zum Verkauf. Der gesamte Erlös kommt dem Hospizverein Ingolstadt e.V. zugute.

Damit verbindet sich mit dem Kunstwerk ein besonderer Gedanke: Was bei der Lesung gemeinsam entstanden ist, kann nun erneut Gutes bewirken. Mit dem Kauf erwirbt man nicht nur ein außergewöhnliches und garantiert einzigartiges Kunstobjekt, sondern unterstützt zugleich die wichtige Arbeit des Hospizvereins Ingolstadt e.V. der schwerstkranke und sterbende Menschen, ebenso wie ihre Angehörigen – mit Zeit, menschlicher Nähe und dem Ziel, auch der letzten Lebensphase Würde und Raum zu geben, begleitet.

Die Veranstalter bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besuchern, für das große Interesse an der Lesung und dass sie den Abend mit ihren Gedanken und ihrer Kreativität zu etwas Besonderem gemacht haben. Die Aktion hat eindrucksvoll gezeigt, dass auch sensible Themen wie Tod und Trauer Raum für Begegnung, Kreativität und Solidarität schaffen können.

Vielleicht findet das ungewöhnliche Kunstwerk nun einen neuen Besitzer– und trägt von dort aus die Botschaft weiter, dass am Ende vor allem eines bleibt: das, was wir füreinander tun.

Pressestelle Hospizverein Ingolstadt e.V.

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