60 Prozent der Arbeitslosen unter25 Jahren in Ingolstadt ohne Berufsabschluss

60 Prozent der Arbeitslosen unter25 Jahren in Ingolstadt ohne Berufsabschluss

IG BAU Oberbayern: Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben

Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe in Ingolstadt noch 204 Ausbildungsplätze. Darunter 6 im Baugewerbe. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die IG BAU Oberbayern beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.

Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Dieter Pangerl. Der Vorsitzende der IG BAU Oberbayern rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.

Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Bayern rund 297.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 60 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren in Ingolstadt haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Oberbayern, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Dieter Pangerl.

Die IG BAU Oberbayern rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft.

„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Pangerl. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig.

Foto: IG BAU Florian Göricke

Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Oberbayern

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