„Praxis ist der beste Weg zur Berufswahl“
Wie begeistert Jugendliche Handwerk erleben können, zeigte sich bei der Handwerk-Ferienwerkstatt (03.08. bis 07.08.2026) im Bildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Kreishandwerksmeister Jürgen Seißler besuchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nutzte die Gelegenheit, sich mit den Jugendlichen über ihre Erfahrungen und ihre beruflichen Zukunftspläne auszutauschen.
Die Schülerinnen und Schüler aus den 7. bis 9. Klassen von Mittel-, Real- und Gymnasialschulen aus der Region lernen während der Ferienwerkstatt gleich fünf verschiedene Handwerksberufe kennen. Dabei steht das praktische Arbeiten im Mittelpunkt. Ziel ist es, jungen Menschen einen realistischen Einblick in die Vielfalt des Handwerks zu geben und sie bei ihrer Berufsorientierung zu unterstützen.
Für Jürgen Seißler sind Angebote wie die Ferienwerkstatt ein wichtiger Baustein, um den Fachkräf-tenachwuchs für das Handwerk zu gewinnen.
„Gerade für unsere Innungen ist es wichtig, dass junge Menschen frühzeitig die Möglichkeit bekom-men, Handwerksberufe praktisch kennenzulernen. Wer selbst ausprobiert, entdeckt oft Talente und Interessen, die im Schulalltag gar nicht sichtbar werden. Solche Projekte sind deshalb ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsgewinnung für das regionale Handwerk“, betont der Kreishandwerksmeister.

Im Gespräch mit den Jugendlichen ermutigte Seißler sie, den direkten Kontakt zu Handwerksbetrieben zu suchen. „Fragt ruhig bei den Betrieben nach, welche Chancen ihr mit euren Schulnoten habt. Ein Praktikum ist der beste Weg, um herauszufinden, welcher Beruf zu euch passt.“ Schließlich bietet das Handwerk in Deutschland mit rund 130 Ausbildungsberufen eine enorme Vielfalt an Karrierewegen.
Dass die Ferienwerkstatt bei den Jugendlichen gut ankommt, zeigte sich auch in den Gesprächen. Ein Teilnehmer erklärte: „Ich wollte in den Sommerferien unbedingt etwas machen. Das weiß ich schon seit Weihnachten. Für einen Ferienjob bin ich aber noch zu jung. Also habe ich mich hier angemeldet.“
Viele der Schülerinnen und Schüler wurden durch ihre Eltern auf das Angebot aufmerksam. Diese wie-derum hatten über die Schulen von der Ferienwerkstatt erfahren. Besonders positiv bewerten die Jugendlichen die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage mehrere Gewerke kennenzulernen und selbst mit Werkzeugen und Materialien zu arbeiten.
Für Seißler steht fest: „Der Schritt ins Handwerk ist kein verkehrter. Nach der Ausbildung hat man einen anerkannten Berufsabschluss und beste Perspektiven für die Zukunft.“ Das Handwerk biete jun-gen Menschen nicht nur einen sicheren Beruf, sondern auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten – von der Meisterqualifikation bis zur Selbstständigkeit.
Neben der Ferienwerkstatt bietet die Handwerkskammer für München und Oberbayern mit dem Pro-jekt „Fünf Berufe in fünf Tagen“ ein weiteres praxisorientiertes Angebot zur Berufsorientierung an. Dabei besuchen ganze Schulklassen das Bildungszentrum und lernen verschiedene Handwerksberufe kennen. Aus Sicht der Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen leisten beide Projekte einen wertvollen Beitrag, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Nachwuchs für das regiona-le Handwerk zu begeistern.
Pressestelle Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen-i.A. Foerster

