Zwei Wochen lang wurde am Jugendbildungshaus am Baggersee gemeinsam angepackt: Im Rahmen eines internationalen Workcamps konnten zahlreiche Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten umgesetzt werden. Gleichzeitig stand der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Organisiert wurde das Workcamp von dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD) und gefördert über das EU-Programm Erasmus+.
15 junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern – darunter Deutschland, Italien, Spanien, Armenien, der Ukraine u.a. – engagierten sich mit großem Einsatz für das Jugendbildungshaus. Neben den praktischen Arbeiten bot das Workcamp vielfältige Gelegenheiten Gemeinschaft zu erleben, voneinander zu lernen und die europäische Verständigung zu stärken.
Zum Programm gehörte auch ein Bildungstag mit der Umweltstation zur nachhaltigen Entwicklung mit dem Thema „Our future – Werte, Ziele, Wünsche“. Darüber hinaus traf sich die Gruppe mit dem Ingolstädter Jugendparlament, um sich über lokales Engagement junger Menschen auszutauschen und Einblicke in die kommunale Jugendbeteiligung zu erhalten.

Während des Workcamps wurden zahlreiche Arbeiten am Gelände und an den Gebäuden durchgeführt. Dazu gehörten der Abriss eines Außenkamins, die Erneuerung der Eingangsstufen, Malerarbeiten an den Gebäuden, sowie die Sanierung des Daches eines Nebengebäudes. Außerdem wurde ein Wasseranschluss in den ersten Stock verlegt, um die dort stattfindenden Kreativangebote künftig besser zu unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Gestaltung von Themenhütten zu den Bereichen Windkraft und Photovoltaik. Dieses Projekt wurde durch die Maestro Stiftung Ingolstadt gefördert und erweitern das Angebot der Umweltbildung am Jugendbildungshaus im Bereich der erneuerbare Energien.

Das Jugendbildungshaus am Baggersee ist eine Einrichtung der Umweltstation in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Ingolstadt, des Bund Naturschutz und des Stadtjugendrings Ingolstadt. Jährlich nutzen mehr als 150 Schulklassen und Kitas das Haus mit Angeboten der Bildung für nachhaltigen Entwicklung. Hinzu kommen Ferienbetreuungen, Wochenendveranstaltungen der Jugendverbände und Bildungsangebote des Stadtjugendrings. Auch der Pfadfinderstamm Albingenser hat auf dem Gelände seine Heimat.
Mit Blick auf die Zukunft stehen bereits die nächsten Entwicklungsschritte an. Geplant ist die Erweiterung des Geländes, um der hohen Nachfrage auch künftig gerecht zu werden, sowie die Renovierung und barrierefreie Umgestaltung der Sanitäranlagen. Viele dieser Maßnahmen werden durch Spenden und den tatkräftigen Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher ermöglicht.
Das erfolgreiche Workcamp zeigt eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit, ehrenamtliches Engagement und nachhaltige Bildungsarbeit Hand in Hand gehen und einen sichtbaren Mehrwert für die Region schaffen.
Pressestelle STADTJUGENDRING INGOLSTADT
