Die Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) entfernen ab Montag, 20. Juli, schrittweise die Altkleidercontainer von den Wertstoffinseln im Stadtgebiet. Wie INKB-Vorstand Dr. Thomas Schwaiger bei der städtischen Pressekonferenz erklärte, ist die Maßnahme Teil der „Lösungsrunde Sicherheit und Sauberkeit“, die von Oberbürgermeister und Verwaltung ins Leben gerufen wurde.
„Sie haben es sicher beobachtet: In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde immer mehr an den Altkleidercontainern außen herum abgelagert“, sagte Schwaiger. Häufig seien die Container dabei nicht das eigentliche Problem gewesen, sondern die zusätzlichen Ablagerungen im Umfeld.
Immer wieder seien Säcke aufgerissen worden und Kleidungsstücke oder andere Gegenstände hätten anschließend neben den Containern gelegen. „Das hat das Sauberkeitsbild extrem beeinflusst“, erklärte Schwaiger.
Die INKB reagieren darauf nun mit einer Änderung des Sammelsystems. Die Altkleidercontainer an den Wertstoffinseln werden entfernt, die Sammlung von tragbarer Kleidung bleibt aber bestehen. Bürgerinnen und Bürger können gut erhaltene und saubere Kleidung weiterhin abgeben – künftig an den dafür vorgesehenen Standorten:
- Wertstoffhof Süd
- Wertstoffhof Fort Hartmann
- Caritas-Markt
Dort stehen weiterhin Altkleidercontainer zur Verfügung. Der Vorteil: Die Abgabe erfolgt in einem geschützten Bereich, wodurch Verschmutzungen und Ablagerungen im Umfeld vermieden werden sollen.
Schwaiger betonte, dass die Entwicklung nicht nur Ingolstadt betrifft. „Das ist ein bundesweites Phänomen, das gerade einsetzt“, sagte er. Veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen hätten dazu geführt, dass bisherige Verwertungswege schwieriger geworden seien. Länder, in die früher viele gesammelte Textilien weitergegeben wurden, bauten inzwischen eigene Sammel- und Recyclingsysteme auf.
Zusätzlich steige der Anteil an Kleidung, die für eine Wiederverwendung oder Verwertung nicht geeignet sei. „Es gibt vermehrt Kleidung, die sich nicht dafür eignet, dass man sie wiederverwertet“, so Schwaiger.
Er appellierte deshalb an die Bürger, nur geeignete Textilien abzugeben: „Bitte keine zerschlissene Kleidung oder ähnliches versuchen abzugeben.“ Gefragt seien vor allem saubere, tragbare Kleidungsstücke.



Mit der Umstellung wollen die INKB vor allem die Situation an den Wertstoffinseln verbessern. Die Sammelcontainer für Glas, Papier und Kleinelektrogeräte bleiben dort weiterhin bestehen.
Weitere Informationen zur Altkleiderentsorgung, zu den Standorten der Wertstoffhöfe und zu den Abgabemöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Ingolstädter Kommunalbetriebe unter www.in-kb.de/abfall sowie über die INKB-Abfall-Planer-App. Fragen zur Entsorgung von Altkleidung beantworten die Abfallberater der INKB unter Telefon 0841 305-3721.
