Stellungnahme zur geplanten Schließung der Notaufnahme Kösching

Der Landkreis Eichstätt plant, die Notaufnahme seines Krankenhauses in Kösching zum 1. August 2026 vollständig zu schließen. Entsprechende Beschlüsse sollen den zuständigen Landkreisgremien im Juli vorgelegt werden. Über dieses Vorhaben hat Landrat Alexander Anetsberger die Stadt Ingolstadt informiert.

Oberbürgermeister Dr. Michael Kern erklärt dazu: „Diese Ankündigung kommt kurzfristig, auch wenn sie sich grundsätzlich bereits angedeutet hat. Aufgrund der Krankenhausreform, des Fachkräftemangels und der wirtschaftlichen Lage sind strukturelle Veränderungen seit Längerem absehbar. Deshalb arbeiten wir seit drei Jahren gemeinsam mit den Nachbarlandkreisen an einer regionalen Medizinstrategie. Die Schließung der Notaufnahme Kösching war dabei eines der betrachteten Szenarien. Sie kommt jetzt allerdings überraschend kurzfristig und ist für das Klinikum durchaus fordernd.

Wir rechnen mit zusätzlichen Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme unseres Klinikums. Da sich Patientenströme bereits in den vergangenen Jahren verändert haben, bleibt abzuwarten, wie groß die tatsächlichen Auswirkungen sein werden. Mit einer kurzfristigen Anpassung unserer personellen Kapazitäten werden wir am Klinikum Ingolstadt der Situation begegnen. Der Landkreis Eichstätt wird am Standort Kösching die ambulante Versorgung in seinem MVZ weiter ausbauen und auch an Wochenenden ein Angebot etablieren.

Die Notfallversorgung der Menschen endet nicht an Landkreisgrenzen. Wenn das Klinikum als regionaler Schwerpunktversorger zusätzliche Versorgungsaufgaben für die Region übernimmt, ist es aus unserer Sicht folgerichtig, dass sich der Landkreis Eichstätt an den nötigen Investitionen und den zusätzlichen Belastungen des Klinikums beteiligt. Hierzu hat Landrat Anetsberger seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert.“

Der Aufsichtsrat des Klinikums wurde am Montag über die Planungen des Landkreises Eichstätt informiert und hat sich mit den erforderlichen Maßnahmen befasst. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung in Ingolstadt und zu den möglichen Auswirkungen sind Oberbürgermeister und Geschäftsführung des Klinikums im Gespräch mit dem bayerischen Gesundheitsministerium.

Pressestelle Stadt Ingolstadt


Foto: freepik

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