Der Vision Zero verpflichtet: Zehn Jahre CARISSMA

Mit einem Festakt hat die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) das zehnjährige Bestehen von CARISSMA gefeiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft würdigten die Entwicklung der Einrichtung, die heute zu den führenden Zentren für Fahrzeugsicherheitsforschung in Deutschland zählt. Seit zehn Jahren verfolgt CARISSMA ein klares Ziel: den Straßenverkehr sicherer zu machen und die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu senken.

Was 2016 mit einem Forschungsbau auf dem Campus begann, hat sich zu einer Einrichtung mit fünf Standorten entwickelt: Neben dem Hauptstandort in Ingolstadt gehören heute das Outdoor-Freiversuchsgelände, das Forensik-Zentrum, Versuchsanlagen in Schrobenhausen sowie das Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum in Pfeffenhausen zu CARISSMA. Rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, arbeiten dort an Lösungen für eine sichere und nachhaltige Mobilität. Die Bilanz der vergangenen zehn Jahre: 61 abgeschlossene Promotionen, mehr als 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, mehrere Patente sowie Kooperationen mit über 150 Partnern aus Wissenschaft und Industrie.

„Vor zehn Jahren haben wir mit CARISSMA den Grundstein für eine neue Dimension der bundesweiten Fahrzeugsicherheitsforschung gelegt. Heute hat CARISSMA den Anspruch des bundesweiten wissenschaftlichen Zentrums für Fahrzeugsicherheit erfüllt und ist eine Einrichtung mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Unser Auftrag ist aktueller denn je: Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir Technologien, die Mobilität sicherer machen und uns der Vision Zero, null Verkehrstote, Schritt für Schritt näherbringen“, sagte THI-Präsident Professor Walter Schober.

Bundesministerin Dorothee Bär würdigte in einem Videogrußwort die Bedeutung von CARISSMA für die Mobilitätsforschung. Vor Ort unterstrich Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Michael Kern die Rolle der Einrichtung als wichtigen Impulsgeber für die Region.

In seinem Festvortrag spannte Professor Thomas Brandmeier den Bogen von den Anfängen von CARISSMA bis zu den wichtigsten Meilensteinen der vergangenen zehn Jahre. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Reinhard Brandl, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer, Professor Andre Seeck, Vizepräsident der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, sowie die Institutsleiter Professor Werner Huber und Professor Hans-Georg Schweiger über die Zukunft der automobilen Sicherheitsforschung. Beim anschließenden Empfang sowie den Open Labs erhielten die Gäste Einblicke in die Versuchseinrichtungen und aktuelle Forschungsprojekte.

Pressestelle THI

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