CSU beantragt Stärkung des 1-Mio.-Bäume-Programms

Bestandsbäume sichern, Straßenräume beschatten, smarte Bewässerung ausbauen

Ingolstadt ist eine umweltbewusste Stadt mit einem wertvollen Baumbestand in Parks, Grünanlagen, Wohnquartieren und auch im Straßenraum. Gerade dieser Bestand wird angesichts zunehmender Trockenheit und steigender Sommertemperaturen immer wichtiger. Die CSU-Stadtratsfraktion will deshalb den Schutz bestehender Bäume, eine intelligente Bewässerung und zusätzliche Baumpflanzungen künftig stärker zusammendenken.

Mit einem aktuellen Antrag fordert die CSU, dass die Stadt Ingolstadt bei jeder Sanierung, jedem Umbau und jedem Neubau von Wohn- und Erschließungsstraßen systematisch prüft, ob zusätzliche klimatolerante Bäume gepflanzt werden können. Ziel ist es, Baumpflanzungen städteplanerisch frühzeitig in die Straßenplanung zu integrieren und möglichst zumindest auf einer Straßenseite zusätzliche Begrünung und Beschattung zu schaffen.

Dabei sollen auch die Leitungen im Untergrund, etwa für Strom, Wasser, Gas, Telekommunikation und Entwässerung, frühzeitig mit betrachtet werden. Häufig entscheidet gerade die Lage dieser Sparten darüber, ob Straßenbäume gepflanzt werden können oder nicht. Wo ohnehin Straßen saniert oder umgebaut werden, sollen deshalb auch Chancen genutzt werden, Leitungen besser zu ordnen und künftige Baumstandorte möglich zu machen.

„Wir wollen nicht nur über mehr Grün reden, sondern es praktisch in die Planung bringen. Wenn Straßen ohnehin saniert oder umgebaut werden, müssen Baumstandorte künftig von Anfang an mitgedacht werden. So schaffen wir mehr Schatten, verbessern das Stadtklima und halten die Kosten in einem vertretbaren Rahmen“, so Dr. Christian Lösel, Planungsausschusssprecher der CSU-Stadtratsfraktion.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt für die CSU auf dem Schutz der bestehenden Bäume. Ausgewachsene Bäume leisten für Kühlung, Beschattung, CO₂-Bindung und Luftqualität deutlich mehr als junge Neupflanzungen. Ihr Erhalt ist deshalb nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich besonders wichtig. Die CSU beantragt daher, dass der Stadtrat einen Bericht über den Zustand des städtischen Baumbestands und die Sicherstellung der Bewässerung erhält.

Bereits Ende 2024 hatte die CSU ein digitales Bewässerungssystem für städtische Bäume beantragt. Dieses soll eine gezieltere und bedarfsgerechtere Bewässerung ermöglichen, Wasser sparen und zugleich Kosten reduzieren. Das System wird inzwischen testweise ausgerollt. Aus Sicht der CSU muss dieser Ansatz konsequent weiterverfolgt und mit einer Gesamtstrategie für den Baumbestand verbunden werden.

„Der erste Schritt muss sein, unseren vorhandenen Baumbestand zu sichern. Gerade in längeren Trockenphasen brauchen wir eine Bewässerung, die nicht nach Bauchgefühl, sondern nach tatsächlichem Bedarf funktioniert. Smarte Systeme können helfen, Wasser gezielter einzusetzen, Kosten zu senken und unsere Stadtbäume dauerhaft zu schützen“, so Christopher Hofmann, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion.

Zugleich will die CSU das im Jahr 2019 aufgelegte 1-Mio.-Bäume-Programm wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Ziel des Programms ist es, Ingolstadt stärker zu begrünen, mehr Schatten zu schaffen, CO₂ zu binden, die Artenvielfalt zu fördern und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhöhen. Gerade Straßenräume, Plätze und dicht bebaute Quartiere profitieren von zusätzlichen Bäumen, weil sie Hitzeinseln reduzieren und die Aufenthaltsqualität verbessern.

„Mehr Bäume sind kein Selbstzweck. Sie sind ein konkreter Beitrag zu besserem Wohnklima, mehr Aufenthaltsqualität und einer klimaresilienten Stadt. Entscheidend ist, dass wir Bestandsschutz, smarte Bewässerung und neue Pflanzungen endlich systematisch zusammenführen“, so Hofmann abschließend.

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