Die SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt schlägt die Einführung eines Pilotprojekts „Baggersee-Ranger“ vor. Mit einem entsprechenden Antrag soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, ein Konzept für ehrenamtliche Ranger am Baggersee sowie in den stark frequentierten Naherholungs- und Freizeitbereichen entlang der Donau zu entwickeln.
„Der Baggersee und die Donauufer sind für viele Ingolstädterinnen und Ingolstädter wichtige Orte der Erholung und Begegnung. Gleichzeitig beobachten wir dort gerade in den Sommermonaten immer wieder Vermüllung, Nutzungskonflikte und Belastungen für Natur und Umwelt“, erklärt die Initiatorin des Antrags, SPD-Stadträtin Veronika Peters. „Wir möchten deshalb auf Information, Aufklärung und persönliche Ansprache setzen. Unser Ziel ist ein respektvolles Miteinander und ein bewussterer Umgang mit unseren wertvollen Naherholungsräumen.“
Kern des vorgeschlagenen Projekts ist der Aufbau eines ehrenamtlichen Ranger-Teams. Die Rangerinnen und Ranger sollen als Ansprechpartner vor Ort präsent sein, Besucherinnen und Besucher über geltende Regeln informieren, für Natur- und Umweltschutz sensibilisieren und bei Konflikten vermitteln.
Dabei setzt die SPD-Fraktion bewusst auf Kooperation statt auf zusätzliche Kontrollen. „Unser Ansatz ist präventiv und bürgernah“, betont Peters. „Es geht nicht darum, neue Verbote durchzusetzen oder Menschen zu belehren. Vielmehr wollen wir diejenigen unterstützen, die unsere Naherholungsgebiete nutzen, und gemeinsam dafür sorgen, dass diese Orte auch künftig attraktiv und lebenswert bleiben.“
Für die Umsetzung sollen möglichst viele lokale Akteure eingebunden werden. Vorgesehen ist die Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden, der Wasserwacht, Sport- und Fischereivereinen, Schulen, Jugendorganisationen sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Zudem soll ein Schulungs- und Qualifizierungskonzept entwickelt werden, um die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgaben vorzubereiten.
Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Quirin Witty, sieht in dem Vorhaben einen innovativen Ansatz für Ingolstadt: „Viele Kommunen machen gute Erfahrungen mit Ranger-Projekten, die auf Information und Vermittlung setzen. Das passt auch zu Ingolstadt. Wir verbinden damit Umweltschutz, bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Wer Verantwortung für seine Stadt übernehmen möchte, bekommt hier die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.“
Das Pilotprojekt soll zunächst zeitlich befristet erprobt werden. Nach der ersten Saison soll dem Stadtrat ein Erfahrungsbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen vorgelegt werden. Gleichzeitig soll die Verwaltung mögliche Förderprogramme sowie Sponsoring- und Kooperationsmöglichkeiten prüfen, um die Kosten für die Stadt möglichst gering zu halten.
„Wenn wir Menschen für unsere Natur begeistern und sie als Partner gewinnen, erreichen wir oft mehr als durch reine Kontrollen“, so Witty. „Mit den Baggersee-Rangern wollen wir einen neuen Weg gehen, der auf Eigenverantwortung, Respekt und Gemeinschaft setzt.“
SPD Stadtratsfraktion Ingolstadt
