IG Metall-Jubilarfeier setzt Zeichen gegen aktuelle Fehlentwicklungen in der Sozialpolitik
Ingolstadt, 13.06.2026 – Wie schon in den vergangenen Jahren hat die IG Metall Ingolstadt zur Ehrung ihrer langjährigen Gewerkschaftsmitglieder eingeladen. Rund 450 Jubilarinnen und Jubilare feierten am Samstag ihre 25- bis 70-jährige Mitgliedschaft bei der IG Metall. Die Festrede hielt die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, Marietta Eder. In feierlichem Rahmen und bei ausgelassener Stimmung genossen die langjährigen Mitglieder ihre Ehrung – der Auftritt des Kabarettisten Christian Springer regte zum Nachdenken an und wurde mit viel Applaus gewürdigt.
In gewohnt guter Stimmung moderierten Carlos Gil und Christian Daiker, die beiden Bevollmächtigten der IG Metall Ingolstadt, durch das Programm. Gleich zu Beginn würdigten sie die langjährige Treue der Mitglieder: „Wir feiern heute 15.090 Jahre IG Metall-Mitgliedschaft – so viele Jahre kommen zusammen, wenn man alle Mitgliedsjahre der eingeladenen Jubilare addiert. Eine absolut beeindruckende Zahl“, sagte Daiker.
In guter Tradition gestaltete die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern ihre Festrede als Zeitreise durch die vergangenen 75 Jahre und erinnerte die Anwesenden an die hart erkämpften gewerkschaftlichen Errungenschaften. Eder erinnerte an die Einführung der Montanunion vor 75 Jahren. Damit wurde ein Meilenstein für die Demokratie in der Arbeitswelt gesetzt. Die Montanunion hat bewiesen: Mehr Mitbestimmung und mehr Wirtschaftsdemokratie bringen unsere Wirtschaft nach vorne. „Das zeigt sich gerade jetzt. Die aktuellen Herausforderungen für die Beschäftigten und für die Wirtschaft können wir gemeinsam lösen. Dafür braucht es Investitionen, gute Arbeit und soziale Sicherheit. Dafür werden wir gemeinsam kämpfen,“ erklärte Eder.
Scharfe Kritik übte Eder an der aktuellen Sozialpolitik und an den von der Regierung angestrebten Verschlechterungen beim Beitragsbemessungsgesetz. Dabei sollen die finanziellen Lasten der Gesundheitsvorsorge verstärkt und einseitig auf die Versicherten umverteilt werden – und dies am Ende sogar mit einer deutlich schlechteren Versorgung.
Darüber hinaus kritisierte Eder, dass pflegende Angehörige künftig weniger Rentenpunkte erhalten sollen. „Wir werden uns all diesen massiven Verschlechterungen kraftvoll entgegenstellen“, so Eder.
Christian Springer rundete die gelungene Veranstaltung mit seinem politischen Programm ab. Im Anschluss an die kabarettistische Darbietung nutzten viele Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsame gewerkschaftliche Erinnerungen aufleben zu lassen.
Pressestelle IG Metall Ingolstadt
Fotograf: Markus Bachmeier
