AOK-Gesundheitsatlas: Weniger Herzinfarkte in der Stadt Ingolstadt 

Bildunterschrift: Die Bayernkarte zeigt, wie unterschiedlich hoch die Herzinfarktraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat sind. Urhebervermerk: © Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO)

Sowohl bayernweit als auch In Ingolstadt erleiden weniger Menschen einen Herzinfarkt. 

Das zeigt der Vergleich der Jahre 2017 und 2024 im Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). 

„So wurden im Jahr 2024 In Ingolstadt 260 Herzinfarkte je 100.000 Personen ab dem 30. Lebensjahr gezählt, in Bayern lag die Herzinfarkt-Rate bei 290“, so Ulrich Resch, Direktor von der AOK in Ingolstadt. Im Jahr 2017 waren es 270 Fälle je 100.000 Personen in Ingolstadt und 340 in Bayern. Das entspricht einem Minus von rund 14 Prozent seit 2017 in Bayern und von 4 Prozent in Ingolstadt.

Bayernweit große Unterschiede

Der Gesundheitsatlas schlüsselt die Daten zur Herzinfarkthäufigkeit auch nach Alter und Geschlecht auf. Die Auswertungen zeigen, dass die Herzinfarkt-Raten mit dem Alter deutlich ansteigen. Zudem fällt ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern auf. „In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger dokumentiert als bei Frauen“, erläutert Ulrich Resch. So lag die Herzinfarkt-Rate der bayerischen Männer bei 410 Fällen je 100.000, während nur 180 von je 100.000 Frauen betroffen waren. Bayern- und sogar bundesweit weist die Stadt Rosenheim (mit 180 Fällen je 100.000 Personen) die niedrigste Herzinfarkt-Rate auf. Die höchste Rate im Freistaat fand sich 2024 im Landkreis Wunsiedel mit 520 Fällen je 100.000 Menschen.

Das Ziel: „Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr gesunde Jahre“
„Auf Basis der WIdO-Auswertungen stellen wir bereits seit einigen Jahren beispielsweise Landräten, Bürgermeisterinnen oder der Leitung einer Gesundheitsregionplus Gesundheitsdaten zur Verfügung“, so Ulrich Resch. Mit dieser verlässlichen Datenbasis lassen sich gesundheitliche Auffälligkeiten auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte frühzeitig erkennen. So können regional passende gesundheitsfördernde Maßnahmen umgesetzt werden. Die AOK entwickelt darüber hinaus ihre Präventionsangebote konsequent weiter, um Gesundheit direkt in den Alltag der Menschen zu integrieren. So soll die Lücke zwischen dem Wissen über Gesundheit und dem konkreten Lebensstil geschlossen werden. „Unser Ziel ist klar: Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr gesunde Jahre“, sagt Ulrich Resch. So hat die Gesundheitskasse zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa in Kitas, Schulen und Betrieben, vielfältige Angebote, unter anderem zur Bewegungsförderung und zu einer gesundheitsbewussten Ernährung. Darüber hinaus unterstützt sie Versicherte mit Versorgungsprogrammen (DMP) im Umgang mit einer chronischen Erkrankung – davon profitieren zum Beispiel auch Menschen mit koronarer Herzkrankheit (KHK). 

Im Internet:

Informationen zur Förderung kommunaler Gesundheitsprojekte durch die AOK Bayern:www.aok.de/bayern/gesundekommune

Pressestelle AOK Bayern

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: