Gleichstellung ins Grundgesetz – Rechte dauerhaft sichern!

Am 17.05. wollen wir mit euch auf die Fahne am Rathaus blicken

Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit
(IDAHOBIT), will ver.di Queer Ingolstadt auf die aktuelle politische Lage hinweisen 
sowie gewerkschaftliche Forderungen zur Gleichstellung queerer Beschäftigter in 
den Mittelpunkt stellen.

„Der IDAHOBIT ist ein Tag des Erinnerns – aber auch ein Tag des klaren politischen
Auftrags“, erklärt Peter, Sprecher vom ver.di Queer Ingolstadt. „Es ist noch keine 
Generation her, dass Homosexualität als Krankheit galt und queere Menschen 
strafrechtlich verfolgt wurden. Diese Geschichte verpflichtet uns, wachsam zu bleiben.“

Ein zentrales Anliegen vom ver.di Queer Ingolstadt ist die konkrete Verbesserung der 
Situation queerer Beschäftigter in ihrer Arbeitswelt

Wir setzen uns ein für

• umfassenden Diskriminierungsschutz in Tarifverträgen
• Unterstützung bei Transitionen am Arbeitsplatz
• Absicherung bei Namens- und Personenstandsänderungen
• Gleichstellung von Regenbogenfamilien bei Elternzeit, Pflege und Sonderurlaub
• queersensible Betriebsvereinbarungen
• diskriminierungsfreie Arbeitszeit- und Entgeltregelungen
• Sensibilisierung von Führungskräften
• inklusive und geschlechtersensible Sprache in allen Regelwerken

„Arbeitsplätze müssen sichere Orte für alle Beschäftigten sein – unabhängig von 
sexueller oder geschlechtlicher Identität“, betont Arina Wolf, vom ver.di Team.

„Wir sind die Lobby“ – Aufruf zum Engagement!
Der Arbeitskreis Queer ver.di Ingolstadt unterstreicht zudem die gesellschaftliche 
Verantwortung der Community: „Queere Menschen sind nicht nur Betroffene – sie sind 
ihre eigene Interessenvertretung. Jede einzelne Person ist Teil dieser Lobby. Rechte 
müssen aktiv eingefordert und verteidigt werden“, so Claudia Scheck, ver.di Ingolstadt.

Am 17.05. wollen wir mit euch auf die Fahne am Rathaus blicken. Lasst uns ein 
Fahnenmeer gestalten und jeder bringt eine Fahne mit. 

📍 17. Mai | 17:00 Uhr | Rathausplatz Ingolstadt

ver.di Queer Ingolstadt verweist darauf, dass wichtige Fortschritte wie die Abschaffung 
des § 175 im Jahr 1994, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (2006) sowie 
die Ehe für alle (2017) zentrale Meilensteine darstellen. 
Gleichzeitig zeigen aktuelle politische Debatten – etwa rund um das Selbstbestimmungs-
gesetz –, wie schnell erreichte Rechte wieder infrage gestellt werden können.

Wir fordern die ausdrückliche Aufnahme von sexueller Identität in das Grundgesetz. 
„Solange dieser Schutz fehlt, bleiben queere Menschen rechtlich angreifbar. 
Gleichberechtigung darf nicht von politischen Mehrheiten abhängen, sondern muss 
dauerhaft gesichert werden“, so Peter.

Pressestelle ver.di Ingolstadt
Queer

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