30 Deutschlandstipendien überreicht

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hat im Rahmen einer Feierstunde die Urkunden für das diesjährige Deutschlandstipendium verliehen. Im Mittelpunkt standen die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie die Förderinnen und Förderer, die mit ihrem Engagement jungen Menschen neue Bildungswege eröffnen.

Insgesamt wurden an der KU in diesem Jahr 30 Deutschlandstipendien vergeben. Die Auswahlkommission entschied sich aus 175 Bewerbungen für 18 Studierende am Standort Eichstätt und zwölf am Standort Ingolstadt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten stammen aus sieben Nationen. Unterstützt wird das Programm von elf Förderern, darunter Stiftungen, Unternehmen, Alumni sowie private Unterstützerinnen und Unterstützer.

Das Deutschlandstipendium ist als öffentlich-private Bildungspartnerschaft angelegt: Private Förderer, Stiftungen oder Unternehmen finanzieren monatlich 150 Euro, die vom Bund auf insgesamt 300 Euro aufgestockt werden. Die einkommensunabhängige Förderung wird zusätzlich zum BAföG gezahlt und unterstützt leistungsstarke sowie gesellschaftlich engagierte Studierende, die oftmals besondere persönliche Herausforderungen meistern müssen.

Die Bedeutung des Deutschlandstipendiums wurde insbesondere in den persönlichen Beiträgen zweier Stipendiaten deutlich, die im Rahmen der Urkundenübergabe ihre Lebenswege schilderten.

Hamza Muhammad, der im vierten Semester Data Science studiert, berichtete eindrucksvoll von seinem Weg nach Deutschland und den Herausforderungen eines Studiums fern der Heimat. „Mein Weg hier war nie einfach“, sagte er mit Blick auf die ersten Monate in Deutschland, in denen er Studium, Arbeit und das Erlernen einer neuen Sprache gleichzeitig bewältigen musste. Besonders hob er die Unterstützung durch die KU-Gemeinschaft hervor – vom International Office über Kommilitoninnen und Kommilitonen bis hin zu den Lehrenden. Heute engagiert er sich selbst vielfältig für andere Studierende. Das Deutschlandstipendium habe ihm ermöglicht, seine Arbeitszeit zu reduzieren und sich stärker auf Studium und Engagement zu konzentrieren. „Unser Ausgangspunkt sollte nicht darüber entscheiden, wie weit wir kommen können“, betonte Muhammad. „Meine Kolleginnen und Kollegen und ich stehen heute hier als Beweis dafür, was möglich wird, wenn man eine Chance erhält.“

Auch Sarah Tamara Kolmeder, Studentin des Grundschullehramts im vierten Semester, schilderte ihren ungewöhnlichen Bildungsweg. Nach einem abgeschlossenen Studium des Forstingenieurwesens und einer Tätigkeit als Försterin entschied sie sich trotz persönlicher und finanzieller Unsicherheiten für einen Neuanfang. Besonders die Erkrankung ihrer Mutter habe diese Entscheidung erschwert. „Ich wusste, wenn ich mich jetzt gegen das Studium entscheide, dann entscheide ich mich gegen mein Leben“, sagte sie rückblickend. Das Deutschlandstipendium sei für sie die einzige realistische Fördermöglichkeit gewesen. Mit der Zusage sei „die große Erleichterung“ gekommen. Heute könne sie sich dank der Förderung sowohl ihrem Studium als auch ihrem ehrenamtlichen Engagement und der Pflege ihrer Mutter widmen. „Das Deutschlandstipendium ermöglicht mir, sicherzustellen, dass es auch mir gut geht und dass auch ich weiterhin etwas übrig haben kann für andere“, erklärte Kolmeder.

Im Anschluss an die Redebeiträge und die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden bot sich den Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit ihren Unterstützern. Die Veranstaltung machte deutlich, welche Wirkung das Deutschlandstipendium entfalten kann – nicht nur finanziell, sondern auch als Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und Ermutigung. 

Foto: Christian Klenk /upd

Pressestelle Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

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