Angemessene Anpassung der VGI-Tarife zum 1. August 2026
Die steigenden Energiekosten und die allgemein hohe Inflation wirken sich auch massiv auf den ÖPNV-Betrieb aus. Die Zweckverbandsversammlung des Verkehrsverbunds Großraum Ingolstadt, VGI, hat daher am Dienstag, 14. April 2026, eine Tarifanpassung beschlossen.
Die Erhöhung um 4,9 Prozent ab 1. August 2026 erfolgt weitgehend linear in allen Tarifstufen unter Berücksichtigung von Glättungseffekten. Das heißt, die Preise werden so gestaltet, dass sich gerade Euro- und Cent-Beträge ergeben, um im Fahrerverkauf und Vorverkauf anwendbare Preise verwenden zu können.
„Bei der Anpassung der Tarife hat der VGI mit Augenmaß gehandelt“, erläutert VGI-Vorstand Dr. Robert Frank. „Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Erhöhung der Ticketpreise angemessen.“ Im Vergleich zum Individualverkehr schneidet der ÖPNV schließlich generell deutlich besser ab: Wer zur Arbeit pendelt, fährt mit dem Bus im Durchschnitt fünf- bis zehnmal so günstig wie mit dem Pkw.
Als preiswertes Angebot für sehr viele Fahrgäste hat sich das Deutschland-Ticket für den ÖPNV etabliert. Eine weitere günstige Option ist das 365-Euro-Ticket, bei dem aufgrund der staatlichen Vorgaben eine Tariferhöhung bis 31. Juli 2027 ausgeschlossen ist. Damit bleibt dieses sehr günstige Tarifangebot für die größte Kundengruppe der Schülerinnen und Schüler erhalten.
Die vorgeschlagene Tarifanpassung enthält zudem erste Anpassungen im Sortiment, da die Kundennachfrage bei drei Ticketarten stark rückläufig ist und zudem eine Einsparung bei den Vertriebskosten erreicht werden kann:
- Die Nachtkarte wird nicht mehr angeboten.
- Die Partnertageskarte wird in Gruppenkarte umbenannt und über die App FAIRTiQ künftig ausschließlich digital vertrieben.
- Das Jobticket Premium entfällt
Zum Hintergrund: Der VGI-Rat als Beratungsorgan der Zweckverbandsversammlung hat am 25. März 2026 und 9. April 2026 sowie der VGI-Ausschuss als Gremium aller Verkehrsunternehmen in der VGI-Region am 23. März 2026 über die Tarifanpassung beraten. Dabei wurde eine Erhöhung der Tarife mit einer Ergiebigkeit für die Unternehmen von 4,9 Prozent vorgeschlagen, die nun auch von der VGI-Zweckverbandsversammlung beschlossen wurde.
Pressestelle VGI

