Schutzengelkindergarten säubert Hepberg bei der Aktion „Saubere Landschaft“
Pünktlich zur jährlichen „Aktion Saubere Landschaft“ schwärmten auch in diesem Jahr wieder die Mädchen und Jungen des Schutzengelkindergartens in Hepberg aus. Die Einrichtung steht unter der Trägerschaft der katholischen Kita IN gGmbH. In Absprache mit der Gemeinde machten sich die Gruppen bereits vor dem offiziellen Aktionstag auf den Weg, um die Fluren und Plätze ihrer Heimatgemeinde von weggeworfenem Unrat zu befreien.
Doch das Müllsammeln war mehr als nur eine praktische Aufräumaktion. Im Kindergarten wurde das Thema im Vorfeld intensiv pädagogisch begleitet. „Wohin kommt der Müll eigentlich? Wie funktioniert Mülltrennung und warum ist Umweltschutz so wichtig?“ – diese Fragen beschäftigten die kleinen Umweltschützer schon vor dem ersten Handgriff.
Die Fundliste der Kinder war in diesem Jahr lang und erschreckend vielfältig. Neben Unmengen an Zigarettenkippen entdeckten die Gruppen zahlreiche leere Bier- und Schnapsflaschen, Lutscherpapiere, Fast-Food-Verpackungen und sogar noch Reste von Silvesterböllern. Zu den „besonderen Artefakten“ der diesjährigen Suche gehörten fünf hochwertige Brotzeitboxen samt Inhalt. In den vergangenen Jahren stießen die Kinder sogar schon auf vergessene Regenschirme oder volle Windeln.
Besonders auffällig war die Vermüllung an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, wie etwa vor Vereinsheimen oder auf dem Spielplatz. Ein Umstand, der bei den Kindern auf völliges Unverständnis stieß. „Das tut man doch nicht“, lautete der Tenor der kleinen Sammler. Besonders kurios: Auf einem Spielplatz fanden die Kinder den Unrat verteilt in den Büschen, obwohl nur wenige Meter entfernt ein Mülleimer bereitstand. „Das ging den Kindern gar nicht ein – hier steht doch extra ein Eimer, warum wirft man es trotzdem in die Hecke?“, berichtet Leiterin Manuela Meier von den Reaktionen.
Trotz des Fleißes und des Spaßes, den die Kinder bei der gemeinsamen Aktion hatten, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Es sei sehr schade zu beobachten, so das Fazit der Kita-Leitung, dass das Wissen um Mülltrennung und das Verantwortungsbewusstsein für die Natur, das im Kindergartenalter so ausgeprägt vorhanden ist, mit zunehmendem Alter bei vielen Menschen offenbar wieder abzunehmen scheint. Die Kinder des Schutzengelkindergartens haben jedenfalls bewiesen, dass sie es besser können. vov
Einsatz für die Natur: Mit Einmalhandschuhen und Mülltüten ausgestattet säuberten die Gruppen des Schutzengelkindergartens Hepberg die Umgebung. Das Unverständnis über weggeworfenen Müll direkt neben Abfalleimern beschäftigte die kleinen Helfer.
Foto: Manuela Meier
Pressestelle Kath. Kita IN gGmbH/Vogl

