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Ostermarsch in Ingolstadt – wider dem Heroismus

„Wenn ich meine beiden Söhne ansehe und mir vorstelle, dass sie in Krieg ziehen sollten, stelle ich mir vor, wie auf der anderen Seite auch eine Mutter ihre Söhne ansieht und sich die gleichen Sorgen macht. Warum sollten unsere Kinder in Krieg ziehen?
Warum sollte nicht mehr das gelten, was wir ihnen von klein auf beibringen: zuhören und nicht zuschlagen, dass man den anderen liebt, auch wenn er anders ist.“ Solche Gedanken bewegen die Menschen während des traditionellen Ostermarsches auch in Ingolstadt. Und es wird die Frage aufgeworfen ob man es denn versäumt hat, den jungen Menschen zu vermitteln, was im Leben Sinn gibt.
Man müsse sich vergegenwärtigen, dass es im Krieg nicht (nur) darum gehe in den Krieg zu ziehen, um ehrenvoll zu sterben, sondern vor allem darum Menschen zu töten – möglichst viele zu töten. Die Demonstrierenden stehen für das Lebensrecht und Gerechtigkeit für alle – unabhängig davon ob sie und genehm sind oder nicht, ob Freund oder Feind: „ Der Funke der Überheblichkeit, Feindseligkeit und Menschenverachtung darf nicht auf uns überspringen. Wir wollen einen Waffenlosen und entwaffnenden Frieden. Wir wollen Friedfertigkeit lernen. Man werde einen Krieg nicht akzeptieren. Man werde widersprechen. Man werde laut sein und man werde unbequem sein. (HaGa)

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