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Wenn die Farbe fehlt, bleibt die Wand grau

Beim Graffiti Meeting Ingolstadt zeigt sich, wie schnell Kürzungen in der Jugendarbeit kreative Projekte unter Druck setzen. Für die fünfte Saison werden nun Sponsoren, Spenden und Material gesucht.

In Ingolstadt soll wieder gesprüht werden – großflächig, sichtbar, gemeinsam. Doch ausgerechnet jetzt, vor der fünften Ausgabe des „Graffiti Meeting Ingolstadt“, steht das Projekt vor einem Problem: Es fehlt an Unterstützung.

Geplant ist, eine Sporthalle zur Leinwand zu machen. Künstler aus der Region, aus ganz Deutschland und möglicherweise auch international sollen gemeinsam arbeiten – Nachwuchskünstler neben erfahrenen Sprühern. Ein Konzept, das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach funktioniert hat: Mehrere frei zugängliche Graffiti-Arbeiten sind so im Stadtgebiet entstanden.

Deshalb suchen die Organisatoren jetzt gezielt nach Spenden, Sponsoren und konkreter Hilfe. Benötigt werden unter anderem Fassadenfarbe, Rollgerüste und weitere Ausrüstung.

Der Aufruf geht über klassische Förderung hinaus. Auch Unternehmen, Vereine und Eigentümer größerer Wandflächen sind angesprochen. Gesucht werden Orte, an denen legale Graffiti-Projekte entstehen können – mit dem langfristigen Ziel, Ingolstadt um frei zugängliche Kunst im öffentlichen Raum zu erweitern.

Denn hinter dem Projekt steht mehr als nur Gestaltung. Es geht um Räume für junge Menschen, um Sichtbarkeit und um die Möglichkeit, Teil von etwas zu sein, das bleibt. Gerade dort, wo im sozialen und kulturellen Bereich gespart wird, gewinnen solche Angebote an Bedeutung.

Unternehmen, die sich beteiligen, werden nach Angaben der Veranstalter unter anderem auf dem Event-Poster platziert und auf der Instagram-Seite „@Graffiti_Meeting_Ingolstadt“ genannt.

Ob das Projekt wie geplant umgesetzt werden kann, hängt nun auch davon ab, ob sich ausreichend Unterstützer finden.

Wer dazu beitragen möchte, kann sich per E-Mail an graffiti_meeting_ingolstadt@web.de  wenden.

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