Gesundheitsprojekt „Mit Migranten Für Migranten“
Am Montag, 20. April, findet von 15 bis 18 Uhr der MiMi-Gesundheitstag in der Volkshochschule Ingolstadt statt. Das interkulturelle Gesundheitsprojekt „Mit Migranten Für Migranten“ (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ gibt es in Ingolstadt bereits seit dem Jahr 2008. Das Ziel dieses interkulturellen Gesundheitsprojekts besteht in der Verbesserung des Informationsstandes von Personen mit Migrationsbiografie zu gesundheitlichen Themen und somit auch der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung.
Der Themenkomplex Gesundheit umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte. Insbesondere Personen mit wenig Deutschkenntnissen benötigen muttersprachliche Unterstützungsangebote und Informationen, um umfassend über die komplexen Gesundheitsangebote informiert zu werden.
Im Rahmen des Ingolstädter MiMi-Gesundheitstages werden folgende gesundheitliche Themen vorgestellt: Ernährung und Bewegung, Mund- und Zahngesundheit, Früherkennung, seelische Gesundheit und Suchterkrankungen, Erste Hilfe, Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, Aufklärung und Schutz vor weiblicher Beschneidung, Unterstützungsangebote für Eltern von Kindern mit Förderbedarf. Darüber hinaus gibt es Mitmachaktionen für Groß und Klein. Ein Impfbuch-Check ist ebenfalls vor Ort möglich. Die anwesenden MiMi-Mediatorinnen und -Mediatoren können in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi, Russisch, Türkisch und Ukrainisch unterstützen.
Das Gesundheitsprojekt MiMi-Bayern wird seit 2008 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums und des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen in Bayern unter der Leitung des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V. in Hannover durchgeführt. Das Hauptziel des kultursensiblen und präventiven Ansatzes von MiMi ist der Einsatz von gut ausgebildeten und sprachlich versierten Migrantinnen und Migranten, die selbstständig Aufklärungsveranstaltungen für ihre Landsleute organisieren und durchführen.
Das MiMi-Projekt wird in Kooperation mit dem Verein NefAS e. V. und der Stadt Ingolstadt durchgeführt. In Ingolstadt gibt es derzeit 31 aktive Gesundheitsmediatoren, die unter anderem in den Sprachen Arabisch, Albanisch, Bulgarisch, Englisch, Farsi, Dari, Griechisch, Kurdisch, Rumänisch, Russisch, Somali, Spanisch und Türkisch zu gesundheitlichen Themen in ihrer Muttersprache informieren. Linda Qasem ist seit 2016 die MiMi-Standortkoordinatorin in Ingolstadt.
Der MiMi-Gesundheitstag 2026 wird von NefAS e. V. und der Integrationsbeauftragten in Kooperation mit dem Gesundheitsamt, der Inklusionsbeauftragten, den Verfahrenslotsen, Pro Familia, den Maltesern, dem Steuerungsverbund Psychische Gesundheit, der Integrationslotsin und der Volkshochschule durchgeführt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Pressestelle Stadt Ingolstadt

