Angesichts der angespannten Haushaltslage geht Ingolstadt neue Wege: Eine geplante App soll Bürger künftig direkt in Sparentscheidungen einbinden.
Die finanzielle Situation der Stadt Ingolstadt bleibt angespannt – und zwingt die Verwaltung offenbar zu neuen Ideen. Nach Informationen aus dem Umfeld des Rathauses wird derzeit an einer sogenannten „Spar-App“ gearbeitet, mit der Bürgerinnen und Bürger künftig über bestimmte Ausgaben abstimmen können.
Ziel sei es, mehr Transparenz zu schaffen und gleichzeitig Einsparpotenziale zu identifizieren. Über die App sollen Nutzer künftig Vorschläge bewerten können – etwa zu freiwilligen Leistungen, Projekten oder geplanten Investitionen.
„Wir müssen in der aktuellen Situation neue Wege gehen und die Bürgerschaft stärker einbinden“, heißt es aus Verwaltungskreisen. Auch kleinere Einsparungen könnten in Summe eine große Wirkung entfalten.
Gedacht sei das System ähnlich wie bekannte Bewertungsplattformen: Projekte könnten mit „behalten“, „prüfen“ oder „streichen“ markiert werden. Besonders häufig genannte Vorschläge würden dann in die weitere politische Beratung einfließen.
Kritiker sehen jedoch auch Risiken. Komplexe Haushaltsentscheidungen ließen sich nicht ohne weiteres in einfache Abstimmungen übertragen. Zudem bestehe die Gefahr, dass vor allem emotional diskutierte Themen im Vordergrund stehen.
Offiziell bestätigt ist das Projekt bislang nicht. Im Rathaus heißt es lediglich, man prüfe derzeit „verschiedene Optionen zur stärkeren Bürgerbeteiligung“.
Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.
Hinweis: Diese Meldung entstand am 1. April.

