Das Wetter meinte es zwar nicht ganz so gut am diesjährigen Astronomietag. Aber zumindest das Nachmittagsprogramm der Sternwarte Ingolstadt konnte stattfinden. Hierzu wurden verschiedene, speziell für die Sonnenbeobachtung ausgerüstete Geräte aufgestellt. Außerdem gab es eine Führung durch den Park, bei der es einmal quer durch das Sonnensystem ging – von der Ringkugelsonnenuhr bis zum äußersten Planeten Neptun.
Trotz der leichten Bewölkung konnte die Sonne mit zahlreichen Sonnenflecken bestaunt werden. Zwischen 15 und 17 Uhr nutzen diese Chance ca. 60 Besucherinnen und Besucher. Die Mitglieder der Sternwarte erklärten die Hintergründe der „dunklen Punkte auf der Sonne“, bei denen es sich wirklich nicht um „Dreck auf dem Teleskop“ handelt, und beantworteten allerlei Fragen rund um die Astronomie.

Und die Sonne hatte sogar noch mehr zu bieten: Plötzlich war am Himmel deutlich ein regenbogenfarbiger Fleck zu sehen. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte Nebensonne, eine Halo-Erscheinung, die durch Lichtbrechung an Eiskristallen in der Luft entsteht. Nebensonnen treten relativ häufig auf und finden sich meist zu beiden Seiten der Sonne. Gegen späten Nachmittag dann eine weitere Überraschung. Hoch über den Köpfen zeigte sich noch ein Halo in Form eines nach unten zur Sonne hin gekrümmten Zirkumzenitalbogens. Auch dieser leuchtete in allen Regenbogenfarben. Die Halos schienen am Astronomietag in Ingolstadt wie bestellt und passten sehr gut zum öffentlichen Programm der Sternwarte.
Fotos: Janina Dynowski
Sternwarte Ingolstadt – AAI e.V.
Mehr dazu:www.sternwarte-ingolstadt.de

