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Pollen im Anflug

Warum immer mehr Menschen früh im Jahr Hilfe suchen

Mit den ersten warmen Tagen beginnt für viele Menschen nicht nur der Frühling – sondern auch die Pollensaison. In der Apotheke macht sich das besonders früh bemerkbar. Schon jetzt kommen zahlreiche Kundinnen und Kunden mit juckenden Augen, Niesreiz oder einer laufenden Nase in die Beratung. Die Nachfrage nach passenden Mitteln steigt spürbar, sobald die ersten Pollen unterwegs sind. Warum die Beschwerden so plötzlich auftreten, können Fachleute einfach erklären – auch wenn die Folgen für Betroffene unangenehm sind. Gelangen Pollen in die Atemwege, stuft das Immunsystem sie bei empfindlichen Menschen als Bedrohung ein. Der Körper reagiert mit einer allergischen Abwehrreaktion und setzt Botenstoffe wie Histamin frei. „Diese Entzündungsstoffe lösen die typischen Symptome aus – Juckreiz, Niesen, tränende Augen oder eine geschwollene Nasenschleimhaut“, erläutert Angelika Wallis von der Sonnenapotheke.

In der Praxis zeigt sich immer wieder die gleiche Frage: Was hilft schnell und zuverlässig? Die Apothekerin sagt: „Je nach Beschwerden empfehlen wir häufig antiallergische Nasensprays, Augentropfen oder Antihistaminika. Sie können die Reaktion und die Entzündung an den Schleimhäuten deutlich abschwächen.“ Entscheidend sei, dass das Präparat zur persönlichen Situation passe. Dosierung, Begleiterkrankungen oder andere Medikamente müssten berücksichtigt werden. Viele interessiert zudem, ob sich Beschwerden auch ohne Medikamente lindern lassen. „Neben Arzneimitteln können auch einfache Maßnahmen im Alltag helfen“, erklärt die Pharmazeutin. Nasenduschen mit Salzlösung spülen Pollen aus der Schleimhaut, Nasensalben unterstützen deren Regeneration. Auch Augentropfen können als mechanischer Schutz wirken.

Ein weiterer Punkt ist das Immunsystem. Wie stark beeinflusst die Darmflora allergische Reaktionen? „Ein großer Teil unseres Immunsystems sitzt im Darm“, sagt die Apothekerin. Eine stabile Darmflora könne helfen, die Abwehrfunktion zu unterstützen. Präparate mit probiotischen Bakterienstämmen sowie eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen wie Zink könnten eine Rolle spielen – individuell abgestimmt. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch Kindern. Wenn Schnupfen länger anhält, ohne dass Fieber oder typische Erkältungssymptome auftreten, könne sich dahinter eine Allergie verbergen. Fachleute raten zu einer frühen ärztlichen Abklärung. Denn je früher eine Allergie erkannt wird, desto besser lassen sich Beschwerden kontrollieren und das Risiko einer Verschlimmerung sinkt.

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