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Harl.e.kin-Nachsorge: Starke Unterstützung für Familien mit Früh- und Risikogeborenen in der Region

Jubiläumsjahr 2025

Ingolstadt/Neuburg: Das Jahr 2025 markierte für das Nachsorgeprogramm Harl.e.kin ein besonderes Jubiläum. Seit vielen Jahren ist Harl.e.kin eine tragende Säule in der regionalen Versorgung von Früh- und Risikogeborenen und unterstützt Familien mit einem niedrigschwelligen, familienorientierten Angebot in einer besonders sensiblen Lebensphase.

Seit 2010 wurden unter der Trägerschaft der ELISA Familiennachsorge gGmbH insgesamt 932 Kinder und deren Familien begleitet. Der Standort mit den Kliniken in Neuburg und Ingolstadt zählt damit zu den größten Harl.e.kin-Standorten in Bayern.

Das Netzwerk basiert auf einer engen Kooperation regionaler Partner, darunter die Frühförderung des Caritas-Zentrums St. Vinzenz Ingolstadt, die Frühförderstelle des Pädagogischen Zentrums, der Förderkreis + Haus Miteinander Ingolstadt sowie das AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg.

Konstante Nachfrage und hoher Betreuungsbedarf
Im Jahr 2025 wurden 63 Kinder neu in die Nachsorge aufgenommen, darunter acht Zwillingspaare. Im Vergleich zum Vorjahr (64 Kinder) bleibt die Nachfrage auf konstant hohem Niveau. Insgesamt wurden 101 Kinder begleitet, was einen erheblichen Einsatz der Fachkräfte erforderte:

637 Stunden durch Klinikfachkräfte

1.154 Stunden durch Fachkräfte der Frühförderung

12.264 gefahrene Kilometer im Rahmen der Nachsorge

Schwerpunkt auf Frühgeborenen
Der Anteil der betreuten Kinder zeigt deutlich den Fokus der Nachsorge:

84 % Frühgeborene

16 % reifgeborene Risikokinder

Im Berichtszeitraum 2025 wurden zudem zehn reifgeborene Kinder mit besonderen Risikofaktoren betreut, darunter unter anderem Trisomie 21 (teilweise mit Herzfehler), Neugeboreneninfektionen, Spina Bifida, oder notwendige Reanimationen nach der Geburt.

Der Großteil der betreuten Kinder wurde zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche geboren (60 %), rund die Hälfte hatte ein Geburtsgewicht zwischen 1.500 und 2.499 Gramm. Sehr kleine Frühgeborene mit erhöhtem medizinischem Bedarf wurden weiterhin intensiv sozialmedizinisch begleitet.

Unterstützung für Eltern im Fokus
Neben den medizinischen Herausforderungen steht die Unterstützung der Eltern im Mittelpunkt der Arbeit. Häufigste Belastungsfaktoren im Jahr 2025 waren:

Unsicherheit im Umgang mit dem Kind (86 %)

Emotionale Belastung (78 %)

Ziel der Nachsorge ist es unter anderem, die Eltern-Kind-Bindung zu stärken, Sicherheit im Umgang mit dem Kind zu vermitteln, stationäre Wiederaufnahmen zu vermeiden sowie bei medizinischen, pflegerischen, pädagogischen und sozialrechtlichen Fragen zu beraten.

Individuelle Begleitung durch Hausbesuche
Im Berichtsjahr wurden 301 Hausbesuche durchgeführt. Die Betreuung wird individuell an die Bedürfnisse der Familien angepasst:

In 44 % der Fälle genügten bereits 1–3 Hausbesuche

Über 60 % der Betreuungen konnten nach maximal sechs Besuchen abgeschlossen werden

Diese Entwicklung zeigt, dass Eltern zunehmend bereits im klinischen Setting gut vorbereitet werden und durch die Nachsorge zusätzliche Sicherheit im Alltag gewinnen.

Jubiläumsjahr mit besonderen Aktionen
Das Jubiläumsjahr 2025 wurde auch mit besonderen Veranstaltungen begleitet. Ein Höhepunkt war das Jubiläumsfest am 18. Juli 2025 im Umweltbildungszentrum am Baggersee in Ingolstadt, zu dem rund 200 Gäste kamen. Familien trafen dort auf ihre „Harl.e.kin-Tandems“ (bestehend aus einer Kinderkrankenschwester der Klinik und einer Fachkraft der Frühförderung. Diese Kombination ermöglicht eine ganzheitliche Unterstützung der Familien bei medizinischen, entwicklungsbezogenen und psychosozialen Fragestellungen)

Ein weiteres wichtiges Zeichen setzte die Beleuchtungsaktion zum Weltfrühgeborenentag im November: In Ingolstadt wurde das Alte Rathaus, in Neuburg die Schrannenhalle illuminiert. Ergänzt durch Informationsstände vor Ort wurde auf die besonderen Herausforderungen von Frühgeborenen und deren Familien aufmerksam gemacht.

Ausblick und neue Angebote
Geplant ist eine neue Gruppe für Kinder von 0–3 Jahren mit Trisomie 21 in Ingolstadt. 

Start ist bereits am Donnerstag, 26.03., von 9–11 Uhr in der Fliederstraße 24g in Ingolstadt.

Die Harl.e.kinchen-Spielgruppe für früh- und risikogeborene Kinder, ebenfalls in Ingolstadt in der Levelingstraße, wird weitergeführt.

Die Begleitung der Familien erfolgt dabei weiterhin durch die „Harl.e.kin-Tandems“.

Außerdem planen wir, im Laufe des Jahres unser 1000. Kind in die Nachsorge aufzunehmen.

Pressestelle Elisa Familiennachsorge

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