„Fühl Dich hier“ – so steht es groß auf der Rückseite eines der Wahlplakate des ÖDP-Kreisverbandes Ingolstadt. Und wer genauer hinsieht, der findet auf dem Plakat eine ganze Reihe Ingolstädter Gebäude abgebildet, vorwiegend historisch, aber auch neuere Bauwerke wie Wohnblöcke aus Ingolstadts Nordwesten. Und, man staunt, auch das Taj Mahal hat sich hier eingeschlichen.
„Nicht ohne Grund“, erklärt dazu ÖDP-Stadtrat Fred Over: „Wir haben in Ingolstadt 51% Mitbürger mit Migrationshintergrund, und die drittstärkste Ausländergruppe, das sind mittlerweile unsere indischen Mitbürger.“
Sorgen bereitet Over dabei, dass trotz der hohen Anzahl von Mitbürgern mit Migrationshintergrund noch sehr viele offene und strittige Fragen zur künftigen Arbeit und Struktur des Migrationsrates bestehen. Over erhofft sich nun neue Impulse von einem Erfahrungsaustausch mit anderen Städten in kommender Woche, denn ihn beschleicht der Eindruck, dass selbst über den Fortbestand des Gremiums diskutiert würde, wenn nicht alle anderen bayerischen Großstädte auch einen Migrationsrat haben würden. Dabei ist der Migrationsrat aus Overs Sicht sehr wohl von hoher Bedeutung: er setzt sich in mehreren Arbeitsgruppen mit Themen von Kultur und Bildung über Antidiskriminierung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für eine bestmögliche Integration von Migranten in unseren Alltag ein, für ein echtes „Fühl Dich hier“.
Pressestelle ÖDP Stadtratsfraktion
