Quote erneut bei 3,7 Prozent
„Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse ging im Februar die Arbeitslosigkeit in unserer Region leicht zurück. Dennoch ist eine erste Frühjahrbelebung nicht erkennbar. Trotz beachtlicher Dynamik – 2.719 Personen meldeten sich im zu Ende gehenden Monat neu oder erneut arbeitslos, 2.828 beendeten ihre Arbeitslosigkeit – verhindern neben den saisonalen Einflüssen vor allem die anhaltende Konjunkturschwäche, die strukturellen Probleme und die globalen Unsicherheiten eine durchgreifende Besserung“ erläutert Astrid Kutz, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung.
Um 124 Betroffene auf nunmehr 11.015 ging die Zahl der arbeitslosen Bürgerinnen und Bürger im Berichtsmonat zurück. Im gleichen Monat des Vorjahres waren es noch 9.924. Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert 3,7 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie bei 3,3 Prozent. Interessant, dass sich der leichte Rückgang auf alle drei Landkreise Eichstätt (-28), Neuburg-Schrobenhausen (-49) und Pfaffenhofen (-67) verteilt, während im Stadtgebiet Ingolstadt die Arbeitslosigkeit etwas (+20) zunahm. Wenig erfreulich, dass aktuell vor allem der Personenkreis der unter 25-Jährigen besonders betroffen ist. Insgesamt 1.300 jüngere Menschen, 334 bzw. knapp 35 Prozent mehr als noch im Februar 2025, sind auf Beschäftigungssuche. „In wirtschaftlich kriselnden Zeiten sind die Unternehmen mit Neueinstellungen zurückhaltender und binden eher erfahrene, gut ausgebildete Fachkräfte. Dies erschwert den Einstieg für junge Erwachsene“, erklärt Astrid Kutz.
Ausbildungsmarkt
Positiv, allerdings mit leichten Bremsspuren, präsentiert sich der Ausbildungsmarkt in der Region. „Es ist sehr erfreulich, dass wieder mehr Jugendliche eine betriebliche Ausbildung anstreben. Momentan noch weniger umfangreich als in den letzten Jahren präsentiert sich hingegen das Angebot an Lehrstellen. Diese Zurückhaltung ist insbesondere der anhaltend unsicheren Wirtschaftslage geschuldet“, so die stellvertretende Agenturchefin.
Aktuell sind bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ingolstadt 2.038 Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle für September vorgemerkt, 130 mehr als noch vor einem Jahr. Demgegenüber stehen 2.582 gemeldete Lehrstellen, 668 weniger als im Februar 2025. „Investition in Ausbildung ist immer eine Investition in die Zukunft – auch und vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Jeder gemeldete Ausbildungsplatz schafft Perspektiven, sichert Fachkräfte von morgen und stärkt nachhaltig das Unternehmen“, appelliert Astrid Kutz.
Pressemitteilung Agentur für Arbeit Ingolstadt
