Bildung vernetzen – Zukunft sichern!

Bildungsarbeitskreis UWG


Aufruf von der UWG-Bildungsexpertengruppe

Bildung ist der wichtigste Zukunftsfaktor einer Stadt – sie entscheidet darüber, wie gut Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Herausforderungen von Morgen meistern können, wie attraktiv Ingolstadt als Lebens- und Arbeitsstandort bleibt und wie sozialer Zusammenhalt gewährleistet wird.

Doch derzeit existiert in der Stadtverwaltung lediglich eine Taskforce, die sich auf Bauunterhalt und Gebäudemanagement konzentriert – eine wichtige Aufgabe, aber nur ein kleiner Teil dessen, was moderne kommunale Bildungssteuerung leisten müsste.

Die UWG-Bildungsexperten rufen daher auf, Bildung endlich ganzheitlich zu denken und ein wirksames, breit aufgestelltes Forum zu schaffen, das die gesamte Bildungslandschaft strategisch begleitet und weiterentwickelt.

Warum Ingolstadt jetzt handeln muss:
Unsere Stadt verfügt über eine beeindruckende Vielfalt an Bildungsorten, Professionen und Angeboten. Doch diese Potenziale sind bislang nicht ausreichend miteinander vernetzt und wichtige strategische Fragen bleiben zu oft unbearbeitet.

Dazu gehören:

  • der akute Fachkräftebedarf in der Ganztagsbetreuung, auf die ab Herbst ein bundesweiter Rechtsanspruch besteht
  • die auskömmliche Finanzierung und Sichtbarkeit zentraler Bildungsorte wie Stadtbücherei, VHS, Stadtjugendring, Stadtteiltreffs, städt. Sing- und Musikschule, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Jugendsozialarbeit
  • der Aufbau und die Verstetigung multiprofessioneller Teams an allen Schulen – von Sozialpädagogik über Schulpsychologie bis hin zu inklusiven Unterstützungsangeboten
  • Maßnahmen für Chancengerechtigkeit, frühzeitige Förderung, Stärkung sozialer Kompetenzen und die Unterstützung von Familien
  • die langfristige Sicherung eines breiten, zugänglichen Bildungsangebots für alle Generationen

Um diese Aufgaben wirksam, koordiniert und zukunftsorientiert anzugehen, braucht es mehr als technische Gebäudebetreuung – es braucht strategische Steuerung, Austausch und Expertise.

Unsere Forderung an die Stadt Ingolstadt:

Wir fordern die zeitnahe Einrichtung eines kommunalen Bildungsforums das

  • regelmäßig tagt und alle relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure einbindet: Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Wissenschaft, Wirtschaft, Sozialverbände, Weiterbildungsträger, Ehrenamt, Eltern-/Familienvertretungen und Verwaltung.
  • Ressourcen, Bedarfe und Maßnahmen transparent macht, eine klare Priorisierung ermöglicht und dadurch gemeinsame – auch langfristige – Ziele entwickelt, die über einzelne Verwaltungsbereiche hinausgehen und die Anforderungen der Zukunft mitdenken.
  • Entwicklungen wie Fachkräftemangel, Ganztag, Digitalisierung, Integration, Erwachsenenbildung und Teilhabe frühzeitig aufgreift und aktiv gestaltet.

Ein solches Forum schafft, was Ingolstadt dringend braucht: eine verbindliche Plattform, die die Bildungslandschaft strategisch stärkt, Synergien hebt und Weichen für die kommenden Jahrzehnte stellt.

Warum das so wichtig ist:

Bildung braucht vernetzte Strukturen: Sie gelingt, wenn Menschen, Einrichtungen und Professionen ihr Wissen bündeln, voneinander lernen, Verantwortung teilen und gemeinsam handeln.

Ingolstadt steht vor wichtigen Weichenstellungen. Ein breit aufgestelltes Bildungsforum wäre ein entscheidender Schritt, um

• allen Menschen in Ingolstadt faire Chancen zu ermöglichen

• soziale Teilhabe zu sichern und Familien zu entlasten

• Talente zu fördern und Fachkräftenachwuchs zu stärken

• Zukunftsorte des Lernens zu schaffen und auszubauen

• die Attraktivität der Stadt als Lebensraum zu steigern

Wir rufen auf: Lasst uns Bildung endlich als das begreifen, was sie ist – ein gemeinsames Projekt!

UWG-Bildungsexpertengruppe – Robert Bechstädt, Maria Frölich, Jürgen Köhler, Richard Kunz, Petra Malke, Barbara Mißlbeck, Georg Niedermeier, Matthias Schickel, Veronika Spreng

Pressemitteilung UWG Unabhängige Wählergemeinschaft e.V.

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