Fem*Festival 2026

Eine Einladung, sich mit patriarchalen Strukturen auseinanderzusetzen

Zum vierten Mal lädt die Gleichstellungsstelle gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Ingolstadt im Frühjahr zum Fem*Festival ein. Dieses findet vom 26. Februar bis 9. März statt, sodass es auch eine Klammer zum Internationalen Tag der Frau (8. März) und zum Equal Pay Day (7. März) bildet. 

Das Festival ist der Nachfolger der langjährigen Veranstaltungsreihe „Der Oktober ist eine Frau“. Mit dem neuen Konzept möchte man einen breiteren Adressatenkreis mit Themen wie Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe, Geschlechterrollen und Gleichberechtigung im Alltag, gesellschaftliche Vielfalt sowie kulturellen und politischen Diskursen erreichen. 

Das vorliegende Programm ist sehr breit gefächert und reicht von bildender Kunst über Theater und Performance bis hin zu Film, Lesung mit Einladung zum Gespräch und Workshop. Es gibt aber auch Einladungen zu exklusiven Stadtführungen, die vielleicht neue Aspekte unserer Stadt zeigen, oder zu interessanten Frauen wie den zwei Franziskanerinnen. Bei einer Führung durch das Fleißer-Haus gibt es zudem die Möglichkeit, die berühmte Schriftstellerin kennenzulernen. 

Vielfältige Einladung zum Diskurs

Die Gleichstellungsstelle freut sich, dass jede Veranstaltung dazu einlädt, bestehende Strukturen und Systeme einmal anders zu betrachten und den Blick zu erweitern – und das auf sehr unterhaltsame Art. Zwei Beispiele dafür: Die Ausstellung „Nothing I ever wanted“ von Belia Brückner untersucht, wie „Entschuldigungsgeschenke“, zum Beispiel Blumensträuße, als „Freikauf von Schuld“ funktionieren und ob das wirklich zur Versöhnung beiträgt. „Wir denken, dass sich daraus neue Sichtweisen und ein spannender Austausch entwickeln kann“, heißt es dazu. Und die Politikwissenschaftlerin und Autorin Emilia Roig entwirft in ihrem Vortrag Visionen für ein freieres, liebevolleres und gerechteres Zusammenleben. Die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Deimel ist überzeugt, dass die Aufdeckung von Ritualen und Konventionen, denen allgemein unhinterfragt gefolgt wird, zu einer sicherlich spannenden Diskussion führen wird. 

Die Gleichstellungsstelle zeigt sich überzeugt: „Wir denken, dass das Format des FEM*FESTIVALS über die Form der Kunst eine direkte Bereicherung für uns alle und ein Gewinn für mehr Gleichstellung ist.“ So komme die Stadt ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und auch ihrem verfassungsmäßigen Auftrag nach, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung zu fördern. Ein Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen vom Kulturamt für die erneut gelungene Kooperation.(HaGa)
Alle Informationen unter: www.kulturamt-ingolstadt.de

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