Mozart, Saint-Saëns und Nino Rota – 6. Abo der Kammerphilharmonie

Geiger Sergej Krylov

6. ABO-Konzert der Kammerphilharmonie Ingolstadt 

Mit natürlichem Lyrismus, zupackendem Drive und passionierter Virtuosität begeistert der aus Russland stammende Geiger Sergej Krylov seit Jahren Publikum und Kritik in den großen Konzertsälen der Welt. Am Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr ist er im Festsaal Ingolstadt zu erleben – in einer besonderen Doppelfunktion als Solist und künstlerischer Leiter. Sein Auftritt gleicht einer persönlichen „Carte blanche“ und verbindet Klassik, Klassizität und Neoklassik mit virtuoser Violinkunst.

Den programmatischen Ausgangspunkt bildet ein Jubiläum: Am 27. Januar jährte sich der Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts zum 270. Mal. Mit der Serenade Nr. 13 in G-Dur KV 525, der weltberühmten „Eine kleine Nachtmusik“, erklingt eines der bekanntesten Werke der Musikgeschichte. Entstehungsanlass und ursprünglicher Aufführungsrahmen bleiben zwar ungeklärt, doch steht fest, dass die Serenade ursprünglich fünfsätzig angelegt war. Ihr klarer, ausschließlich auf Streicher gestützter Satz zeigt eine noch ganz klassisch geprägte Klangwelt – weit entfernt von der späteren romantischen Nachtstimmung der Nocturnes.

Ein weiterer Fokus des Abends gilt der künstlerischen Freundschaft zwischen Camille Saint-Saëns und dem spanischen Geigenvirtuosen Pablo de Sarasate. Saint-Saëns komponierte 1863 das hochvirtuose „Introduction et Rondo capriccioso“ op. 28 eigens für Sarasate – ein effektvolles Konzertstück, das bereits von Zeitgenossen als „Fantasie-Walzer im spanischen Stil mit bezaubernder Wirkung“ beschrieben wurde. Sarasates eigene Werke führen tief in europäische Klanglandschaften: Die lyrische „Romanza andaluza“ entführt nach Spanien, „Introduction et Tarantelle“ beschwört süditalienisches Temperament, und die berühmten „Zigeunerweisen“, inspiriert von einem Aufenthalt in Budapest, steigern sich in der Form eines Csárdás zu virtuoser Brillanz.

Mit dem Concerto for Strings von Nino Rota erweitert sich das Programm in Richtung Neoklassik des 20. Jahrhunderts. Bekannt vor allem durch seine Filmmusiken – etwa zu Fellinis „La Strada“ oder „La dolce vita“ – verbindet Rota in diesem Werk Leichtigkeit, Ironie und Melancholie mit folkloristischen Anklängen und schafft damit einen farbenreichen Kontrast zu den romantischen Virtuosenstücken des Abends.

So verspricht das Abonnementkonzert nicht nur technische Meisterschaft, sondern auch stilistische Vielfalt und emotionale Intensität – ganz im Zeichen der unverwechselbaren Künstlerpersönlichkeit Sergej Krylovs.


Programm
W. A. Mozart: Serenade Nr. 13 in G-Dur, „Eine Kleine Nachtmusik“
Pablo Sarasate: Andalusian Romance für Violine und Streichorchester, op. 22
Camille SaintSaëns: Introduction et Rondo capriccioso op. 28 für Violine und Streichorchester
Nino Rota: Concerto for Strings
Pablo de Sarasate: Introduction et Tarantelle op. 43
Pablo de Sarasate: Zigeunerweisen

Pressestelle/Stadt Ingolstadt

Foto: Sergej Krylov

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