Daniel Lange – viele kennen ihn unter seinem Künstlernamen Malun, seinem „Tag“ aus der Graffiti-Szene – hat am Sonntag, 15. Februar 2026, erstmals die Türen seines neuen Ateliers im Hinterhof der Milchstraße 8 geöffnet. In den Räumen, zuvor Atelier der Designerin Beate Bonk, hat er sich seinen Schaffensplatz nach eigenen Bedürfnissen eingerichtet. Denn so sehr er die Künstlergemeinschaft im KAP94 geschätzt hat: Für seine Arbeitsweise, sich intensiv und emotional auf Bilder einzulassen, braucht er Ruhe und Abgeschiedenheit.



Für 2026 hat Malun viel vor. Neben der Beteiligung an Gruppenausstellungen in verschiedenen Städten wird es erneut eine Einzelausstellung im Kreuztor ausstellen – als Fortsetzung seiner Reihe „untold stories“. Darin beschäftigt er sich mit den „unerzählten“ und oft übersehenen Geschichten Ingolstadts: Orte, Gebäude und Momente, die verschwunden sind oder im Alltag kaum noch wahrgenommen werden. Zudem gibt es Überlegungen, die Arbeiten später in Buchform zu veröffentlichen.



Außerdem erwartet ihn eine neue Herausforderung: Gera, in der Daniel seine ersten 19 Jahre verbracht hatte, hat ihm vorgeschlagen, sich auf die gleiche Weise auch seiner Geburtsstadt zu nähern – eine emotionale Auseinandersetzung nicht nur mit dem Ort, sondern auch mit der eigenen Person und Identität. Auf dieses Projekt freut sich der Künstler und bereitet sich bereits darauf vor.


Das neue Atelier bietet Platz für zahlreiche Werke, an denen er stets parallel arbeitet. Zugleich möchte er den Raum künftig auch anderen öffnen: In unregelmäßigen Abständen – etwa alle drei Monate – sollen dort junge Künstler ausstellen und ein verlängertes Wochenende lang ihre Kunst zeigen können. Über Termine will er rechtzeitig informieren
