Vielseitiges Programm FEM*FESTIVAL 26. Februar bis 9. März

 

Zum vierten Mal präsentieren die Gleichstellungsstelle und das Kulturamt das Kooperationsprojekt FEM*FESTIVAL. Von Donnerstag, 26. Februar bis Montag, 9. März sind rund um den Internationalen Frauentag und den Equal Pay Day erneut herausragende Protagonistinnen und Protagonisten der Kunst- und Kulturszene an verschiedenen Spielstätten in Ingolstadt zu sehen. 

Auf dem Programm stehen Darbietungen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Performance, Musik, Film und Literatur. Die Veranstaltungen und ein interaktiver Workshop laden zu spannenden Dialogen ein und dazu, den Blick zu erweitern und patriarchale Strukturen aufzudecken und zu hinterfragen. 

Zum zweiten Mal finden im Rahmen des FEM*FESTIVALS auch themenbezogene Stadtführungen statt.

Eröffnet wird das FEM*FESTIVAL Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr, in der Städtischen Galerie im Theater mit der Vernissage zur Ausstellung „Nothing I ever wanted“ von Belia Brückner. Die Ausstellung untersucht, wie Konsumgüter in toxischen Beziehungen als „Freikauf von Schuld“ fungieren. Die Vernissage wird von einem Sisterhood-DJ-Set mit Sängerinnen aus Hip-Hop, Jazz und World Music musikalisch begleitet – zugunsten von Wirbelwind e. V. Die Ausstellung dauert bis 15. März.

Aktives Mitmachen ist dann in dem Workshop mit dem Titel „Feministisches Schreiben“ (28.2.) unter der Leitung von Leni Brem-Keil, Autorin und Regisseurin, gefragt. Wie kann Schreiben feministisch sein – in Sprache, Haltung und Inhalt? Der Antwort nähern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels praktischer Übungen und dem gegenseitigen Austausch. 

Der März wird eröffnet mit einer Lesung, begleitet von einem anschließenden Gespräch (1.3.), moderiert von Anna Seethaler, Kollegiatin des Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformationen“ an der Universität Innsbruck. Sophia Fritz liest aus ihrem Buch „Toxische Weiblichkeit“ und führt darin in mutiger Selbstbefragung dorthin, wo es wehtut.

Weiter kann sich das Publikum auf Yoldas (3.3.) freuen, eine poetische Solo-Performance, die Musik und Film verbindet und sich mit dem Thema Frauen, Migration und Arbeit beschäftigt. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadttheater Ingolstadt statt.

In einem Gespräch (4.3.), moderiert von Sophie Eisenried, Programmkuratorin des Habibi Kiosks der Münchner Kammerspiele, bereichert Emilia Roig, Politikwissenschaftlerin, Autorin und eine der einflussreichsten Stimmen für soziale Gerechtigkeit, Heilung und gesellschaftlichen Wandel in Deutschland, das diesjährige Festival. In ihren Büchern und Essays – darunter die Bestseller Why We Matter, Das Ende der Ehe, Lieben und Lieber Sohn oder So rettest du die Welt – entwirft sie neue Visionen für ein freieres, liebevolleres und gerechteres Zusammenleben.

Als nächstes steht eine Premiere an, und zwar von dem Stück „Eine von uns“ (5.3.), veranstaltet vom Altstadttheater. Diskussionen, Proteste, Empowerment – doch scheinbar bleibt Gleichberechtigung ein Versprechen in weiter Ferne. 

Mit den Mitteln von Punk und Postpunk erzählt Güner Künier in ihrem Konzert (7.3.) ihre eigene Coming-of-Age-Geschichte, also ihre Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Ebenfalls an diesem Abend steht Ulla Suspekt auf der Bühne. Sie schreibt und produziert aus der Sicht der Unsichtbaren, der Hyperfühlenden und Überhörten. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Neuer Neuer Deutscher Welle, die aktuelle Deutschpop-Szene, Lo-Fi-Wave und kantigen Breakbeats.

Eine andere Sichtweise auf einen Western zeigt der Film „Bitter Gold“ (9.3.), veranstaltet von der Volkshochschule und Omas gegen Rechts. Eine Einführung in den Film gibt Adriana Spadoni. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung auf der Homepage der VHS erforderlich unter www.vhs-in-ei.de

Wie bereits in den Vorjahren sind der Internationale Frauentag und der Equal Pay Day in das FEM*FESTIVAL eingebettet. So steht der Equal Pay Day (27.2.) in Ingolstadt unter dem Motto „Laut gegen Lohnungerechtigkeit“. Seine Meinung dazu kann man am Theaterplatz am Speakers Corner teilen. Timeslots können bei der Gleichstellungsbeauftragen Anja Assenbaum reserviert werden unter: anja.assenbaum@ingolstadt.de.

Ebenfalls am Equal Pay Day finden abends eine Lesung und ein Gespräch mit Alexandra Zykunov statt. Die Bestsellerautorin trägt in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Was wollt ihr denn noch alles?“ unbekannte, absurde, aber leider sehr reale Zahlen, Studien und Unmöglichkeiten zusammen, die schmerzvoll aufzeigen, wo Frauen benachteiligt werden und wodurch ihr Leben anstrengender, ärmer und im Zweifelsfall lebensgefährlicher wird. 

Am Internationalen Tag der Frau steht zunächst das Thema „Zwei starke Frauen. Franziskanerinnen. 750 Jahre Kloster Gnadenthal“ im Fokus. Diesem nähert man sich auf dem Frauenpfad, begleitet von Gästeführer Eckhard Quante, der sich auf eine Reise durch die Geschichte des Klosters und durch das wechselvolle Schicksal der Frauen begibt.

Den Abend beschließt die Mixed-Veranstaltung mit dem Titel „Bühne frei für Ingolstadts Frauen: Vokal – Verbal“.Die Schauspielerinnen Victoria Voss und Renate Knollmann führen durch das Programm. Auf der Bühne sind alle eingeladen, etwas zu sagen: durch Musik, Poesie oder Comedy. Wer etwas vortragen möchte, meldet sich bitte bis 23. Februar bei der Gleichstellungsstelle unter der E-Mail gleichstellungsstelle@ingolstadt.de.

Die Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Frau finden am Freitag, 6. März statt und sind alle kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Es wird darum gebeten, sich für die Veranstaltungen Frauenpfad oder Bühne frei für Ingolstadts Frauen einzeln anzumelden per E-Mail an gleichstellungsstelle@ingolstadt.de. 

Das FEM*FESTIVAL legt auch in seiner vierten Festivalausgabe den Fokus darauf, Räume für Kunstschaffende bereitzuhalten und dabei strukturelle Diskriminierung und Ungleichheiten offenzulegen. Kritisch hinterfragt es Machtstrukturen und diskutiert aktuelle Themen zu Feminismus, Gender, Diversity und den gesellschaftlichen und sozialen Folgen unterschiedlicher Diskriminierungskategorien. Der Oberbegriff Feminismus bringt kontinuierlich neue Strömungen mit differenzierten gesellschaftlichen, sozialen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Schwerpunkten hervor.

Die Veranstalter danken dem Sponsor, der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt, und dem Fördergeber Bezirk Oberbayern für die großzügige Unterstützung des FEM*FESTIVALS 2026.

Tickets gibt es im Westpark Ingolstadt und über Ticket Regional (www.ticket-regional.de).


Weitere Informationen: http://www.kulturamt-ingolstadt.de/femfestival

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: