„Niemand war zu Recht im KZ“

Gedenkstein auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, Bildnachweis: vevon

Die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltung von „Ingolstadt ist bunt“ und „Omas gegen Rechts“ anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 

„Ingolstadt ist bunt“ und „Omas gegen Rechts“ laden ein ein zu einer Gedenkveranstaltung am Holocaust-Gedenktag. Kooperationspartner ist das Projekt „Opfer des Nationalsozialismus“ am Stadtarchiv Ingolstadt.

Die Veranstaltung findet statt im Restaurant Backstage im Stadttheater und beginnt um 18 Uhr. Gezeigt wird eine Ausstellung mit Roll-Ups des Projekts am Stadtarchiv, auf welchen Biografien und Abbildungen von Opfern nationalsozialistischer Verfolgung aus Ingolstadt abgebildet sind. Inhaltlicher Schwerpunkt in diesem Jahr sind die sogenannten „verleugneten“ Opfer des Nationalsozialismus. Mindestens 70.000 Menschen, die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden, haben nach 1945 weder Entschädigung noch Würdigung erhalten. Sie sind aus dem kollektiven und oft auch aus dem familiären Erinnern ausgeschlossen worden. Niemand wurde zu Recht in einem Konzentrationslager inhaftiert, gequält oder ermordet. Erst 2020 beschloss der Deutsche Bundestag die Anerkennung der KZ-Häftlinge mit dem schwarzen und dem grünen Winkel als NS-Opfer. Erstmals werden Namen und einzelne Biografien dieser bisher „verleugneten“ NS-Opfern aus Ingolstadt und dem ehemaligen Landkreis vorgestellt.

Nach Redebeiträgen, unter anderem von Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll, folgt ein von Agnes Krumwiede und Nadine Praun moderiertes Expertinnen-Gespräch mit Ines Eichmüller. Die Politikwissenschaftlerin ist Urenkelin eines KZ-Häftlings mit dem schwarzen Winkel und zweite Vorsitzende des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V. („vevon“).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. 

Foto: Gedenkstein auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, Bildnachweis:vevon

Pressestelle/Ingolstadt ist bunt

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