Führung durch das ehemalige Donaukurier-Gebäude zeigt Sanierung und neue Nutzung
Rund 30 Interessierte haben am Samstag, den 17. Januar, das Achim-Schlafke-Haus an der Donaustraße in Ingolstadt besichtigt. Eingeladen hatten die FREIEN WÄHLER. Durch das Gebäude führte Werner Rupp, Stadtratskandidat der FREIEN WÄHLER und Geschäftsführer der RMN-Bauträger GmbH, die die Sanierung umsetzt.
Die Führung bot einen Blick in ein Haus, dessen Umbau sich in der Schlussphase befindet. Das Gebäude stammt aus den 1950er-Jahren und wurde im Lauf der Jahrzehnte mehrfach umgebaut. Rupp erläuterte, welche Spuren früherer Nutzungen und Eingriffe im Zuge der Sanierung wieder sichtbar wurden, nachdem Verkleidungen und spätere Einbauten entfernt worden waren.
Ziel war es, das Haus langfristig nutzbar zu machen und zugleich Teile der älteren Bausubstanz erkennbar zu lassen.



Künftig soll das Haus als kreativwirtschaftliches Zentrum genutzt werden. Geplant sind kleine, günstige Arbeitsräume für Start-ups und junge Unternehmen sowie Flächen für Vorträge und Veranstaltungen. Im Erdgeschoss sollen zudem öffentliche Nutzungen möglich sein; ein Café ist vorgesehen, die Fläche ist bereits ausgeschrieben. Außerdem zieht die Stadt mit Büroräumen ein – darunter die Kultur- und Bildungsverwaltung sowie das Schulverwaltungsamt. Ab März sollen dort bis zu rund 200 städtische Mitarbeiter arbeiten.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Aufstockung. Nach Angaben Rupps wurde der hintere Teil des bestehenden Aufbaus erhalten, während der vordere Bereich aus statischen Gründen neu errichtet wurde. Das neue Obergeschoss soll als moderner Bauteil erkennbar bleiben. Im oberen Bereich soll das Junge Theater einziehen; außerdem sind dort Veranstaltungsräume geplant. Zur Orientierung sind die Stockwerke in unterschiedlichen Farben gestaltet.



Auch praktische Fragen der Baustelle kamen zur Sprache: Für die Baustellenlogistik sei unter anderem ein Minibagger über den alten Aufzug nach oben gebracht worden. Beim Ausbau setze man auf LED-Technik, orientiere sich in der Anmutung aber an älteren Gestaltungsideen, etwa durch textilummantelte Leitungen und eine zurückhaltende Anordnung der Leuchten, erläuterte Rupp.
Der Brandschutz war ebenfalls Thema. In der Führung wurde erläutert, dass Anforderungen wie F30 einzuhalten sind und bei den Betondecken die Betondeckung dafür ausreicht. Eine zusätzliche Putz- oder Gipskartonschicht habe dafür keinen zusätzlichen Effekt. Entscheidend seien zwei Treppenhäuser und kurze Fluchtwege; eine Aufschaltung sei deshalb nicht erforderlich.
Zur Erschließung gehören zwei Aufzüge; eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.
Zum Zeitplan wurden in der Führung konkrete Termine genannt. Die Arbeiten seien in rund acht Monaten umgesetzt worden, in der Spitze seien bis zu 90 Personen auf der Baustelle gewesen. Ende Januar solle die Stadt mit dem Einräumen beginnen, der Februar sei für Ausstattung und Inbetriebnahme vorgesehen. Als Starttermin für den regulären Betrieb wurde der 1. März genannt. Als Kennzahlen aus dem Ausbau wurden 3.500 Quadratmeter Gipskartonwände sowie 30 Kilometer Leerrohre und 33 Kilometer Leitungen genannt.
Weitere Führungen:
Sonntag, 1. Februar 2026, 14:00 bis 16:00 Uhr
Samstag, 14. Februar 2026, 14:00 bis 16:00 Uhr
Treffpunkt ist jeweils der Eingang des Gebäudes an der Donaustraße.
