FREIE WÄHLER fordern Kurskorrektur bei Finanzen – Grundsteuererhöhung „vor der Wahl“
Beim Neujahrsempfang der FREIEN WÄHLER Ingolstadt im Illuminatensaal hat der Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende Stadtrat Hans Stachel die politischen Schwerpunkte für 2026 skizziert. Im Zentrum standen Haushalt, Ausgabenbegrenzung und eine aus Sicht der FREIEN WÄHLER notwendige finanzpolitische „Kurskorrektur“ in Ingolstadt.
Stachel verwies auf die Bedeutung persönlicher Begegnung und des Austauschs für die Stadtgesellschaft. Neujahrsempfänge seien dafür ein geeigneter Rahmen – auch als Signal für einen neuen Aufbruch.
Inhaltlich übte Stachel deutliche Kritik an der Finanzpolitik der vergangenen Jahre. In den Haushaltssitzungen habe die FW-Fraktion wiederholt auf Risiken der mittelfristigen Finanzplanung hingewiesen und deshalb gegen Haushalte gestimmt. „Wünsche formulieren und erfüllen“ funktioniere nur, solange ausreichend Geld vorhanden sei, sagte Stachel. Für 2026 stellte er die Entscheidung zwischen einem „Weiter so“ und einer an Realitäten orientierten Sachpolitik in den Mittelpunkt.
Als Kernziel nannte Stachel eine Haushaltskonsolidierung, um mittelfristig wieder Gestaltungsspielräume zu gewinnen. Dazu forderten die FREIEN WÄHLER unter anderem eine stärkere Wirtschaftsförderung, sparsameres Haushalten bei Sach-, Personal- und Baukosten sowie höhere Kostendeckungsgrade bei städtischen Gebühren. Zugleich kündigte Stachel eine Grundsteuererhöhung an: Die FREIEN WÄHLER forderten diese „jetzt – mit voller Überzeugung und Ehrlichkeit“ und wollten „vor der Wahl“ benennen, was nach der Wahl auf die Bürger zukomme.
Weitere Schwerpunkte ordnete Stachel in sechs weitere Themenfelder ein: Familie, Senioren und Zusammenhalt; Gesundheitsversorgung; Umwelt- und Klimaschutz; Sicherheit, öffentlicher Raum und Krisenvorsorge; Innenstadt, Kultur und Tourismus; sowie Führung und Orientierung. Beim Umwelt- und Klimaschutz verlangte Stachel mehr Pragmatismus und wandte sich gegen aus seiner Sicht symbolpolitische Maßnahmen wie die Lastenradförderung. Die kommunale Wärmeplanung müsse eine realistische Handlungsgrundlage sein.
Mit Blick auf das Ratsbegehren gegen die Kammerspiele sprach Stachel von einem abgewendeten „Finanzdesaster“ und dankte Unterstützern für das Engagement. Beim Theatergebäude und Festsaal seien weiterhin schwierige Entscheidungen nötig; die FREIEN WÄHLER bekräftigten ihre Forderung nach einer getrennten, pragmatischen Ertüchtigung des Festsaals.
Zum wirtschaftlichen Ausblick gehörte ein Impulsvortrag von Dr. Dietmar Voggenreiter, ehemaliger Audi-Vorstand. Thematisiert wurden dabei unter anderem die Zukunft des Automobilstandorts und die strategische Ausrichtung auf Elektromobilität.
Pressemitteilung/Freie Wähler Stadtratsfraktion
