Ingolstädter Asylunterkunft im Ara-Hotel wirft weitere Fragen auf

Nur Männer statt Frauen

Der Landtagsabgeordnete Oskar Lipp hat erneut eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung zum untergebrachten Personenklientel in der neuen Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Ara-Hotel gestellt. Das Antwortschreiben liegt nun vor: Zum Stichtag 31.10.2025 waren in der Asylunterkunft in der Schollstraße in Ingolstadt sieben männliche Personen aus der Ukraine, der Türkei, Sierra Leone und der Russischen Föderation untergebracht. Fünf der Bewohner waren zwischen 20 und 24 Jahren alt, zwei zwischen 30 und 50 Jahren. Fragen zu Religionszugehörigkeit, Vorstrafen, Ermittlungsverfahren, psychischen oder körperlichen Erkrankungen wurden – angeblich aus Datenschutzgründen – nicht beantwortet.

Oskar Lipp kommentiert die Antwort der Staatsregierung wie folgt: „Bezüglich der Asylunterkunft im vormaligen Ara-Hotel haben wir von Anfang an ein unwürdiges Versteckspiel erlebt. Ich habe wiederholt Anfragen an die Bayerische Staatsregierung gestellt, ohne je belastbare Informationen zu erhalten. Man muss sich fragen, was hier unter Verschluss gehalten werden soll. Mit der jetzigen Stellungnahme der Staatsregierung stehen wir mit noch mehr Fragen als Antworten da. Am Anfang hieß es, es würden vor allem Familien in die Asylunterkunft einziehen. Nun erfahren wir, dass bisher ausschließlich Männer im Alter von 20-50 Jahren in die Anlage eingezogen sind. Über die persönlichen Hintergründe der Migranten schweigt sich das Antwortschreiben aus. Mit sieben Personen ist zudem nur ein kleiner Bruchteil der großen Hotelanlage ausgelastet. Warum wird die Anlage nicht vollständig belegt, wo sie doch schon vor mehreren Monaten eröffnet wurde? Vor diesem Hintergrund ist fraglich, inwiefern ein Weiterbetrieb einer fast leerstehenden Luxus-Asylunterkunft, für den letztlich der Steuerzahler aufkommen muss, sinnvoll ist.

Pressestelle/AFD Stadtratsfraktion

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