Feierliche Ehrung in Ingolstadt – Auszeichnung für Qualität, Beständigkeit und gelebte Verantwortung
In einer feierlichen Veranstaltung wurden am vergangenen Donnerstag insgesamt 26 Goldene Meisterbriefe an Handwerksmeister aus der gesamten Region Ingolstadt verliehen. Geehrt wurden Meister aus der Stadt Ingolstadt, sowie aus den Landkreisen Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen, die ihre Meisterprüfung vor mindestens 35 Jahren erfolgreich abgelegt haben.

Kreishandwerksmeister Jürgen Seißler würdigte in seiner Ansprache die beeindruckenden beruflichen Lebensleistungen der Geehrten: „Ob im eigenen Unternehmen oder als angestellte Fachkräfte – Sie alle waren über Jahrzehnte verlässliche Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen, für Kundinnen und Kunden.“ Der Meisterbrief sei nicht ohne Grund als „großer Befähigungsnachweis“ bekannt. „Er steht für das, was Meister können, leisten und wissen müssen“, betonte Seißler. Die Übergabe der Goldenen Meisterbriefe erfolgte durch die Obermeister der jeweiligen Innungen.
In ihrem Grußwort hob die stellvertretende Landrätin des Landkreises Pfaffenhofen, Elke Drack, die besondere Bedeutung des Goldenen Meisterbriefs hervor. Er sei „mehr als nur eine Auszeichnung – er steht für Beständigkeit, Qualität und Verantwortung“. Die Geehrten seien Menschen, „die ihr Handwerk nicht nur gelernt, sondern gelebt haben“. Mit ihrer jahrzehntelangen Arbeit hätten sie die Region geprägt und zur wirtschaftlichen Stärke, gesellschaftlichen Lebendigkeit und kulturellen Vielfalt beigetragen.
Drack betonte zudem die große Bedeutung des Handwerks in Zeiten des Wandels – ob bei Digitalisierung, Energiewende oder Fachkräftemangel: „Ohne das Handwerk geht es nicht.“ Zugleich erinnerte sie an die Weitergabe zentraler handwerklicher Werte an Kolleginnen, Kollegen und Auszubildende: „Verlässlichkeit, Genauigkeit, Ehrlichkeit und der Stolz auf das eigene Tun.“

Die Vizepräsidentin der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Carola Greiner-Bezdeka, stellte die „doppelte Symbolik“ des Goldenen Meisterbriefs heraus: Einerseits stehe er für die im Handwerk traditionell hohe Bereitschaft, sich anzustrengen, sich weiterzubilden und das Unternehmerhandwerk in all seinen Facetten zu beherrschen. Andererseits belege er eindrucksvoll, dass sich dieser Einsatz lohne. Zudem verwies Greiner-Bezdeka auf den Unterschied zwischen einem rein theoretischen Abschluss und einem handwerklichen Meister: „Der Meister ist Garant für die sprichwörtlich hohe Handwerksqualität – ein anerkanntes und bewährtes Siegel.“
Die hohe Qualität der Meisterausbildung zeige sich auch in der Bestandskraft von Betrieben: Handwerksbetriebe in meisterpflichtigen Berufen bestehen fünf Jahre nach ihrer Gründung zu fast 70 Prozent erfolgreich am Markt. In anderen Branchen seien im gleichen Zeitraum über 60 Prozent der Gründungen wieder verschwunden. „Das zeigt deutlich: Der Meister ist die Messlatte für die hohe Qualifikation und die Stabilität im Handwerk“, so Greiner-Bezdeka.
Folgende Meister wurden mit dem goldenen Meisterbrief geehrt:
Bauinnung Ingolstadt-Pfaffenhofen
Bahner Achim
Bäuerle Richard
Landfried Georg
Schwarzbauer Anton
Sorg Franz
Regionale Elektroinnung Ingolstadt
Appel Peter
Gerhard Henry
Graf Gerhard
Linzi Herbert
Piller Karl-Heinz
Friseur-Innung Inolstadt-Pfaffenhofen
Zainzinger Bernhard
Metzgerinnung Ingolstadt-Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen
Vogl Bernhard
Schlosser-, Schmiede- und Maschinenbauerinnung Ingolstadt-Pfaffenhofen
Gruber Lorenz
Schlittenbauer Robert
Stöhr Christian
Schreinerinnung Ingolstadt-Pfaffenhofen
Babinger Josef
Mahl Johann
Innung für Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik Ingolstadt-Pfaffenhofen
Engel Adolf
Euba Hermann
Gruber Lorenz
Köpf Leonhard
Nerb Jakob
Zimmerer-Innung Ingolstadt-Pfaffenhofen
Crusius Christian Michael
Pressemitteilung der Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen
Fotos: Marek Kowalski





































