SPD will Baustellen digital besser koordinieren

Fraktion fordert Prüfung moderner Lösungen für eine bessere Verkehrssteuerung

Die SPD-Stadtratsfraktion will das Baustellenmanagement in Ingolstadt digital weiterentwickeln.

In einem Antrag fordert sie die Stadtverwaltung auf, verschiedene digitale Lösungen zur besseren Koordination von Baustellen und verkehrsrelevanten Maßnahmen bei der Stadt und den Spartenträgern zu prüfen. Aktuell (Stand August 2026) gibt es über 100 Tiefbaustellen im Stadtgebiet, wobei auch die Baustelle auf der A9 Auswirkungen mit sich bringt.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Auswirkungen geplanter Baustellen bereits im Vorfeld besser abschätzen lassen. Verkehrsströme, Bauphasen und Sperrungen könnten digital simuliert und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Maßnahmen frühzeitig erkannt werden.

„Wir müssen weg von der Betrachtung einzelner Baustellen und stärker das gesamte Verkehrsnetz in den Blick nehmen“, sagt Quirin Witty, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. „Digitale Werkzeuge können dabei helfen, unterschiedliche Szenarien durchzuspielen und Baustellen besser aufeinander abzustimmen.“ Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage müsse dabei genau geprüft werden, welche Investitionen einen konkreten wirtschaftlichen Mehrwert bringen.

Als Referenz soll insbesondere das Anfang 2026 gestartete dreijährige Pilotprojekt der Stadt Nürnberg betrachtet werden. Dort wird eine Software eingesetzt, mit der unter anderem Verkehrsströme und geplante Baumaßnahmen digital abgebildet und verschiedene Szenarien simuliert werden können.

„Ingolstadt verfügt bereits über wichtige Grundlagen wie ein Verkehrsmodell und ein Geoportal. Auch der geplante digitale Zwilling bietet Chancen, vorhandene Daten künftig besser miteinander zu verknüpfen“, erklärt Veronika Peters, Stadträtin der SPD. „Wir wollen deshalb konkret wissen, welche Lösungen für Ingolstadt geeignet sind, was sie kosten und welchen Nutzen sie bringen.“

Die Verwaltung soll verschiedene Varianten hinsichtlich Kosten, Nutzen und Umsetzbarkeit vergleichen und dabei auch die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine mögliche Einführung bei Stadt und Spartenträgern darstellen.

Pressestelle SPD -Stadtratsfraktion Ingolstadt

Foto: IN-direkt Archiv Symbolbild

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