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Rattengift in Babygläsern – Erpressung bei HiPP

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden in Österreich, Tschechien und der Slowakei manipulierte HiPP Babynahrungsgläser in Umlauf gebracht. Laboruntersuchungen zeigten, dass die Babynahrung mit Rattengift versetzt war. Es wurden bisher fünf manipulierte Babynahrungsgläser sichergestellt. Eines von sechs manipulierten Gläser ist mutmaßlich noch in Österreich im Umlauf. Es soll sich um Gläschen der Sorte „Karotten mit Kartoffeln“ handeln. In Deutschland selbst wurden bislang keine belasteten Gläser festgestellt.

Die Polizei in Ingolstadt ermittelt aktuell wegen mutmaßlicher versuchter Erpressung gegen den Babynahrungshersteller HiPP in Pfaffenhofen. Die Ermittlungsbehörden stehen in engem Austausch mit dem Unternehmen sowie den zuständigen Sicherheitsstellen der betroffenen Länder. Eine Gefährdung in Deutschland kann derzeit nicht bestätigt werden.

Die Polizei weist darauf hin, dass bei auffälligen Babykostgläsern vom Verzehr unbedingt abgesehen werden soll. In verdächtigen Fällen sofort die örtlich zuständige Polizei informieren. Als mögliche Warnzeichen gelten ein fehlendes „Knack“-Geräusch beim Öffnen oder ein ungewöhnlicher Geruch. Außerdem weist die Polizei darauf hin, dass die mutmaßlichen Täter an den manipulierten Gläsern am Boden einen weißen Aufkleber mit einer Markierung in Form eines roten Kreises angebracht haben.

Zur Aufklärung des Falls wurde bei der Kriminalpolizei Ingolstadt die Ermittlungsgruppe „Glas“ eingerichtet. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0841-9343-3803 entgegengenommen.

Foto: Symbolbild freepik

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